Gartenparzellen und Bäume müssen für das Baufeld weichen
Bahnhofsbrücke: Erst kommt die Säge

Paderborn (WB). Anfang des Jahres starten die ersten Vorarbeiten für den Bau der neuen Brücke in der Bahnhofstraße mit dem Fällen der Bäume im künftigen Baustellenbereich. Zwölf Gartenparzellen, die derzeit vom Verein Deutsch-Ausländisches Freundschaftkomitee genutzt werden, müssen dafür geräumt werden.

Donnerstag, 07.11.2019, 13:20 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 13:22 Uhr

»Dadurch, dass die neue Brücke einige Meter versetzt zur jetzigen Trasse errichtet wird, gibt es dazu leider keine Alternative. Wir brauchen den Platz auch als Arbeitsraum und Baustellenzufahrt«, sagte Stefan Gesell vom Straßen- und Brückenbauamt am Dienstag im Integrationsrat. Dafür sollen die alten Bäume westlich der jetzigen Brücke an der Böschung entgegen der ursprünglichen Planung erhalten bleiben.

Ab März seien zunächst die Archäologen gefragt, die das Baufeld untersuchen, um mögliche Funde zu erfassen. Im Oktober kommenden Jahres starte dann die Deutsche Bahn mit ihren Arbeiten an den Stromtrassen, berichtete Gesell. Das soll im Frühsommer 2021 abgeschlossen sein, so dass mit dem Bau der neuen Brücke im Juli 2021 begonnen werden soll. Die Vollsperrung der Bahnhofstraße in diesem Bereich ist derzeit für Januar 2023 bis März 2024 terminiert. Da Politik und Verwaltung mit massiven Verkehrsproblemen in dieser Zeit rechnen, wollte die Politik die Vollsperrung so kurz wie möglich halten und hatte daher mehrheitlich für den parallelen Bau der neuen deutlich höheren und auch etwas teureren Brücke gestimmt.

»Dieser Zeitplan hat natürlich Unwägbarkeiten und hängt vor allem auch von der Deutschen Bahn ab«, machte Stefan Gesell deutlich. Sollte alles laufen, wie geplant, stände ein Teil der zwölf Gartenparzellen aber 2024 wieder zur Verfügung. Da der 1984 geschlossene Pachtvertrag der Stadt mit dem Verein für das Grabeland fristgerecht gekündigt worden sei, müsse für die Bauzeit ein vorläufiger Vertrag geschlossen werden, der regelt, dass die anderen Parzellen weiter genutzt werden dürfen. »Außerdem besprechen wir gerade den Bau einer Ersatztoilette, da die jetzige ebenfalls auf einer der betroffenen Parzellen liegt«, sagte Gesell. Die Gespräche mit dem Verein seien sehr friedlich und kooperativ, was auch Integrationsratsvorsitzender Recep Alpan bestätigte.

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