Regiehaus wird abgerissen – Spielbetrieb soll in Schloß Neuhaus fortgesetzt werden 1,2 Millionen Euro für Freilichtbühne benötigt

Paderborn (WB). Das wird teuer: Die Freilichtbühne Schloß Neuhaus darf im kommenden Jahr das Regiehaus nicht mehr nutzen. Es muss abgerissen und neu errichtet werden. Kosten: 1,2 Millionen Euro. Doch damit nicht genug: Noch einige weitere teuere Projekte standen am Dienstagabend auf der Tagesordnung des Bezirksausschusses.

Von Ingo Schmitz
In der Spielzeit 2020 hatte das Publikum viel Spaß mit der Krimikomödie »Aufstand in Haus Abendsonne« auf der Freilichtbühne in Schloß Neuhaus. Im kommenden Jahr soll der Betrieb trotz Bauarbeiten fortgesetzt werden.
In der Spielzeit 2020 hatte das Publikum viel Spaß mit der Krimikomödie »Aufstand in Haus Abendsonne« auf der Freilichtbühne in Schloß Neuhaus. Im kommenden Jahr soll der Betrieb trotz Bauarbeiten fortgesetzt werden. Foto: Ingo Schmitz

Die Freilichtbühne ist seit Jahrzehnten ein Publikumsmagnet. 1957 gegründet, wurde in den 60er Jahren das Regiehaus errichtet. Als vor einiger Zeit ein weiteres Gebäude an der Freilichtbühne saniert wurde, gab es Fördergelder vom Land. Jetzt steht fest: Auch das noch nicht sanierte Regiehaus ist derart marode, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Es durfte demnach nur noch in der Saison 2019 genutzt werden. Der Zustand sei so kritisch, dass nur noch ein Neubau lohne, hieß es im Ausschuss. Nach Auskunft von Hans-Georg Ilskens (Kulturamt) werden die Kosten auf insgesamt 1,2 Millionen Euro geschätzt. Um den Spielbetrieb in den kommenden beiden Spielzeiten 2020 und 2021 aufrecht erhalten zu können, seien drei Container notwendig: einer als Lager, einer für die Technik und ein dritter für die Toiletten.

Der Verein der Freilichtbühne sei bereit, so Ilskens, sich mit Eigenleistungen und einem »hohen Engagement« einzubringen. Ausschussvorsitzender Michael Pavlicic war trotzdem ungehalten. »Die Schäden hätten früher erkannt werden müssen«, meinte er.

Ein weiteres Thema bei den Haushaltsberatungen waren die Straßenausbauten . Betroffen sind die Straße Achsenschmiede (bei Hämmerling) und die Teutoburger Straße. Beide Straßen sollen jeweils eine halbe Million Euro kosten, was CDU-Fraktionschef Markus Mertens zu einer Nachfrage brachte: »Wie werden die Anlieger belastet?« Nach Aussage der Stadt sollen diese 90 Prozent der Kosten tragen. Dies sei juristisch überprüft worden, hieß es von der Verwaltung. Die ehemals geleisteten Zahlungen könnten für den jetzigen Ausbau nicht berücksichtigt werden. Geplant werde eine fünf Meter breite Fahrbahn mit einseitigem Gehweg. Die Achsenschmiede müsse zudem im vorderen Bereich massiver ausgebaut werden – wegen des Schwerlastverkehrs der Firma Hämmerling.

Nach der Achsenschmiede will sich die Stadt die Teutoburger Straße vornehmen. Veränderungen stehen auch für die Römerstraße (einem Wirtschaftsweg) an. Da bislang ein Gehweg fehlt, soll entlang des Maisfeldes eine gepflasterte Fläche entstehen, die mit einem weißen Streifen von der Fahrbahn abgetrennt wird. Kosten: 20.000 Euro. Anlieger werden laut Stadt nicht belastet.

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