Mehr als 250 Mitarbeiter betroffen – Paderborn und Warburg bis Ende Juni 2020 zu
Sparda-Bank schließt 42 Filialen

Paderborn/Warburg (WB/mba). Sparprogramm bei der Sparda-Bank West: Auf Millionenverluste und die anhaltende Niedrigzinspolitik reagiert die Genossenschaftsbank mit Stellenabbau und der Schließung von Geschäftsstellen. 43 der bestehenden 82 Filialen will die Bank in den kommenden zwei Jahren schließen. Davon betroffen sind auch die Standorte in Paderborn und Warburg.

Montag, 04.11.2019, 18:14 Uhr
Die Sparda-Bank in Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Wie die Bank auf Anfrage mitteilte, sollen die Geschäftsstellen in Paderborn und Warburg bis Ende Juni 2020 geschlossen werden. Damit schließt das Institut seine beiden letzten Filialen in OWL. Die Sparda-Filialen in Bielefeld, Detmold und Minden gehören zur Sparda-Bank Hannover. In Gütersloh und Herford betreibt die Sparda-Bank Hannover nur noch Standorte mit einem Automaten.

Von den Sparplänen sollen nach Informationen dieser Zeitung mehr als 250 der gut 1000 Mitarbeiter betroffen sein; 187 durch die Filialschließungen und weitere 70 in den Zentralen in Düsseldorf und Münster. Der Stellenabbau solle sozialverträglich gestaltet werden, kündigte die Bank an.

Preiserhöhungen angekündigt

Inklusive der zuletzt aus dem Ruder laufenden Zinsabsicherungsgeschäfte soll die Bank unbestätigten Berichten zufolge bis 2023 mit einem jährlichen Verlust von zehn Millionen Euro kalkulieren. Die Bank verweist auf ein verändertes Kundenverhalten und kündigte auch Preiserhöhungen an. Details wurden nicht genannt.

Immer mehr Kunden nutzten das Online-Banking, teilte die Bank mit. »Als eine Genossenschaftsbank, die sich an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder und Kunden orientiert, müssen wir darauf reagieren«, sagt Vorstandsvorsitzender Manfred Stevermann. Das Geschäftsgebiet der Bank umfasst große Teile NRWs und die Region zwischen Münsterland und Ostfriesischen Inseln. Nach eigenen Angaben hat die Bank mehr als 612.000 Mitglieder und 717.000 Kunden. Die Bilanzsumme lag bei 12,2 Milliarden Euro.

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