Stadt Paderborn veranschlagt für Überplanung des Barker-Areals 618.000 Euro
Barker-Übergabe nächste Woche

Paderborn (WB). Die Entwicklung des Barker-Kasernengeländes für die zivile Nachnutzung will sich die Stadt Paderborn in den kommenden Jahren 618.800 Euro kosten lassen. Als Grundlage für den weiteren Planungsprozess soll eine »Roadmap« beschlossen werden, die am Donnerstag in der Steuerungsgruppe Konversion vorgestellt wurde und auf einhellige Zustimmung traf.

Samstag, 02.11.2019, 07:07 Uhr aktualisiert: 02.11.2019, 07:40 Uhr
Mit der 54 Hektar großen Barker-Kaserne geben die Briten die größte Paderborner Innenstadtkaserne an die Bundesanstalt für Immobilien (Bima) zurück. Die Stadt will drei Büros die Zukunft des Areals an der Driburger Straße planen lassen. Foto: Jörn Hannemann

Wie am Samstag bereits berichtet, hat die Bundeswehr inzwischen erklärt, dass sie nach ausführlicher Prüfung auf die Nutzung des 54 Hektar großen Geländes an der Driburger Straße verzichten wird. Bürgermeister Michael Dreier reagierte erleichtert, weil nun das »Exzellenzprojekt mit einem Investitionsvolumen in deutlich zweistelliger Millionenhöhe« weiter forciert werden könne. Entstehen soll auf dem Barker-Areal, das die Briten nach Angaben der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke am 7. November, an die Bima zurückgeben wollen, ein zukunftsfähiges Stadtviertel, in dem die Universität, Handel und Gewerbe aber auch flexible und vielfältige Wohnangebote Raum finden. Die Möglichkeiten der Digitalisierung sollen genutzt werden, um Arbeiten und Wohnen eng zu verzahnen.

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Die Roadmap auf Basis des Memorandums schlägt unter anderem einen Think-Tank und eine Synthesewerkstatt vor, um in einer smarten Stadtentwicklung zu einem Masterplan zu kommen, nachdem Paderborn beim Smart-City-Call nicht erhört wurde. Alles klar soweit? Vermutlich nicht. Und da genau liegt eine Gefahr. Wenn die Paderborner sich in den sicher spannenden Entwicklungsprozess für das Barker-Areal einbringen sollen, wäre es ziemlich smart, ihnen verbal auf Augenhöhe zu begegnen. Schließlich sollte das geplante »Stadtlabor« doch nicht nur zukunftsträchtig, sondern auch sympathisch rüberkommen. Maike Stahl

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Das in der Wegbeschreibung skizzierte weitere Vorgehen beinhaltet zwei Planungsphasen, an deren Ende ein Strukturkonzept stehen soll, das die konkreten Ziele für das Quartier festschreibt. Dieses soll nach Möglichkeit Anfang des Jahres 2022 vorliegen und ist Grundlage für die Kaufverhandlungen mit der Bima. Einbezogen werden sollen neben professionellen Stadtplanern auch die Paderborner, deren Ideen im Prozess mehrfach gefragt sind.

In der ersten Phase, für die 260.000 Euro netto bereitgestellt werden sollen, sollen auf Grundlage des Memorandums, in dem 2018 bereits festgelegt wurde, wohin die Reise in dem neuen Stadtviertel grundsätzlich gehen soll, drei Aufträge an externe Planungsbüros für Testenwürfe vergeben werden – allerdings nicht im Rahmen eines Wettbewerbs, an dessen Ende wie beim Alanbrooke-Prozess ein Sieger gekürt wird. Stattdessen sollen die jeweils gelungensten Elemente aus den drei Entwürfen ausgewählt und weiter verfolgt werden. Die Testentwürfe sollen bis Ende des Jahres 2020 abgeschlossen sein.

Die zweite Phase, mit 160.000 Euro netto veranschlagt, beginnt dann mit einer so genannten Synthesewerkstatt, in der zwei Szenarien als Grundlage für den Masterplan entwickelt werden sollen.

Das letzte Wort in Sachen Roadmap hat der Bauausschuss am Donnerstag, 7. November (17 Uhr, Technisches Rathaus).

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