19 Paderborner Persönlichkeiten gründen Verein
Im Gedenken an Kaiser Karl

Paderborn (WB). Der Heilige Liborius ist als Schutzpatron die Nummer eins in Paderborn. Jetzt soll aber auch das Leben und Wirken Kaiser Karls in den Fokus gerückt werden. Dafür wollen 19 Persönlichkeiten Sorge tragen, die sich zu diesem Zweck zu einem Verein zusammengeschlossen haben: Sie sind die Kaiser-Karls-Freunde.

Samstag, 05.10.2019, 04:24 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 11:50 Uhr
Karl der Große hat bereits ein Denkmal an der Ecke Karl-/Kilianstraße (links). Es wurde von der Werbegemeinschaft Karlsviertel 1989 aufgestellt. Außerdem gibt es die Kaiserpfalz (oben), die Karlschule (unten) sowie die derzeit geschlossene Karls-Klause. Foto: Ingo Schmitz

»Kaiser Karl ist eine herausragende Persönlichkeit, die mit Paderborn eng verknüpft ist und tiefe Spuren hinterlassen hat. Er hat hier eine wichtige Rolle gespielt und gilt als Vater Europas. Der Verein hat sich vorgenommen, Projekte zu fördern, die diesem Zweck dienen«, sagte Präsident und Vorsitzender Friedrich Klingenthal dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT. Es soll in Paderborn etwas geschaffen werden, das Kaiser Karl ins Bewusstsein der Menschen holt – etwas zum Sehen und Anfassen, wie der Vorsitzende betont. Dazu Vizepräsident Dr. Andreas Jolmes: »Es gibt Ideen, die aber noch einer Vertiefung bedürfen, bevor wir damit in die Öffentlichkeit gehen. Es soll eine Strahlkraft über Paderborn hinaus werden.« Professor Dr. Christoph Stiegemann, Leiter des erzbischöflichen Diözesanmuseums, wird den Verein beraten.

Die Ideengeber

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann gilt als Ideengeber des Vereins. Als Mitstreiter hat er den Paderborner Bürgermeister Michael Dreier gewonnen. Daraus entstanden ist der Verein, der aus 19 Mitgliedern besteht und zunächst nicht erweitert werden soll.

Der Vorstand der Kaiser-Karls-Freunde: (von links) Friedrich Klingenthal, Michael Dreier, Dr. Andreas Jolmes, Dr. Jochen-Ernst Matzke, Rainer Krukenmeier und Monsignore Joachim Göbel.

Der Vorstand der Kaiser-Karls-Freunde: (von links) Friedrich Klingenthal, Michael Dreier, Dr. Andreas Jolmes, Dr. Jochen-Ernst Matzke, Rainer Krukenmeier und Monsignore Joachim Göbel. Foto: WB

Zum Verein ist ein Förderverein gegründet worden, über den Spenden rekrutiert werden sollen, um die Projekte finanzieren zu können. Wer dem Förderverein beitreten möchte, kann sich direkt an Friedrich Klingenthal wenden. Zur Finanzausstattung sind bereits diverse Stiftungen sowie Kirchen und Firmen angesprochen worden.

Die Gründungsmitglieder

Die Gründungsmitglieder sind: Friedrich Klingenthal (Präsident und 1. Vorsitzender), Dr. Andreas Jolmes (Vizepräsident), Christian Auffenberg (amtierender Notar), Dr. Jochen-Ernst Matzke (Schriftführer), Rainer Krukenmeier (Rechnungsführer), Torsten Mertens, Otto Schümer, Dr. Heinz Schamoni, Michael Dreier, Dr. Klaus Bornhorst, Dr. Georg Cwik, Dr. Jendrik Ratajczak, Dr. Hans-Walter Hemmen, Dr. Uwe Reinking, Monsignore Joachim Göbel, Dr. Manfred Werner, Ulrich Berger, Dr. Carsten Linnemann, Antonius Linnemann und Christoph Plass.

Die Person Kaiser Karl I.

Zum Geburtsjahr Karls des Großen gibt es verschiedene Angaben. Demnach soll Karl im April 742 geboren worden sein. Andere Untersuchungen gehen von 747/748 aus. In Paderborn errichtete er seine Pfalz, und hier traf er 799 auf Papst Leo, der ihn ein Jahr später zum Kaiser krönte. Er wird als »Vater Europas« bezeichnet, weil das Fränkische Reich zu seiner Zeit weitestgehend dem heutigen Europa entsprach: Es reichte von der Nordsee bis zum Atlantik und umfasste unter anderem Dänemark, Böhmen, Mähren, Österreich und Ungarn, große Teile Italiens und Spaniens sowie Frankreich, Belgien, Luxemburg, die Niederlande und den Norden und Westen Deutschlands. Gestorben ist er 814 in Aachen. In Paderborn steht nicht nur die rekonstruierte Kaiserpfalz sondern auch ein Karls-Denkmal, 1989 errichtet an der Karl-/Ecke Kilianstraße.

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