Pläne sind fertig: TV 1875 könnte sofort den Bauantrag stellen
Chancen für Eisbahn stehen gut

Paderborn (WB). Der TV 1875 plant am Sportzentrum Goldgrund den Bau einer Eishalle. Die Pläne haben bereits Baureife und ein Bauantrag könnte umgehend gestellt werden. Aber: Die Finanzierung steht noch nicht komplett fest, bestätigte am Mittwoch Franz Driller, Präsident des TV 1875, auf Anfrage dieser Zeitung.

Donnerstag, 03.10.2019, 07:19 Uhr
Franz Driller, Präsident des TV 1875, und Elisabeth Tegetmeier, ­TV-Vizepräsidentin, stellen die Außenansicht der möglichen neuen Eishalle vor. Sie könnte am Sportzentrum Goldgrund entstehen. Ein Teil der Finanzierung steht bereits. Foto: Jörn Hannemann

Vor anderthalb Jahren flossen auf der Eisbahn in Mönkeloh wegen der anstehenden Schließung die Tränen. Damals drehten die jungen Eiskunstläuferinnen des TV ihre letzten Runden auf dem Eis. 200 Mitglieder hatte die Abteilung, sie alle sind mittlerweile beitragsfrei gestellt. Das könnte sich ändern und aus den Tränen der Trauer könnten Freudentränen werden. Daran arbeitet Präsident Driller, der ein Planungsbüro betreibt und bereits nahezu alle baurechtlichen Hürden aus dem Weg geräumt hat, wie er erklärt.

So ist die Grundstücksfrage ebenso geklärt, wie Fragen des Lärmschutzes und die Betreiberfrage. Nun hofft er, auch die Finanzierung in trockene Tücher zu bekommen. Kalkuliert wird mit 3,8 Millionen Euro, etliche Sponsoren-Zusagen aus der Wirtschaft lägen bereits vor. Als Bauzeit kalkuliert er mit einem halben Jahr.

Gute Verkehrsanbindung durch den ÖPNV

Der Standort Goldgrund bringe mehrere Vorteile mit sich, sagt der Präsident. Zum einen wird er von mehreren Wohngebieten umgeben, zum anderen sei er durch den Padersprinter voll erschlossen. Kinder und Jugendliche könnten mit dem Bus kommen, was am ehemaligen Standort Mönkeloh gefehlt habe. Die Geschäftsstelle des TV befinde sich samt Sport- und Begegnungszentrum direkt nebenan und außerdem könne mit der Abwärme aus der Kältemaschine das benachbarte Wohngebiet Springbachhöfe geheizt werden, schlägt der Bauexperte vor. Westfalen-Weser-Netz zeige daran großes Interesse, sagte Driller. Das Grundstück zwischen dem Beach-Volleyballfeld und dem neuen Outdoorpark sei in städtischem Besitz. Für die Bebauung könne ein Erbpachtvertrag mit der Stadt geschlossen werden.

Die Eishalle sollte aus Schallschutzgründen aus Beton errichtet werden und wäre insgesamt 33 mal 65 Meter groß, gibt der Verein Einblicke in die Pläne. Die Eisfläche selbst würde Wettkampfvor­aussetzungen entsprechen – zum Beispiel auch für Eishockey. Umkleiden, Bistro, Schlittschuhverleih: Die komplette Infrastruktur ist bereits berücksichtigt. Sogar eine Tribüne wäre in einem zweiten Schritt machbar.

Möglicher Betreiber ist schon gefunden

Mit einem potenziellen Betreiber, der bereits zwei Eishallen in Bielefeld und Echtrop (Möhnesee) führe, habe man einen Vorvertrag geschlossen, bestätigt TV-Vizepräsidentin Elisabeth Tegetmeyer.

Bei der Finanzierung hake es trotz der Zusagen aus der Wirtschaft aber noch. Der TV ist aktuell noch damit befasst, den Kredit aus dem Neubau des Sportzentrums (Einweihung 2007) abzubezahlen. Eigenmittel gebe es nicht. Daher setzt das Präsidium nun auf die Förderung des Landes, mit dem Vereine unterstützt werden sollen, die eigene Sportstätten haben. Hier stehen die Verhandlungen allerdings noch aus. »Wir haben das in Düsseldorf prüfen lassen«, sagt Driller. Demnach wäre die Eishalle förderfähig.

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