CDU-Kreistagsfraktion Paderborn fordert konkrete Maßnahmen zur Einsparung von CO2
»Wir müssen uns deutlich mehr anstrengen«

Paderborn (WB). Die CDU-Kreistagsfraktion Paderborn hat angekündigt, in der nächsten Kreistagssitzung am 16. September Landrat Manfred Müller damit zu beauftragen, das integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises fortzuschreiben. Oberstes Ziel müsse es sein, konkrete Maßnahmen zur Einsparung des CO2-Ausstoßes zu ergreifen.

Samstag, 07.09.2019, 18:02 Uhr aktualisiert: 07.09.2019, 19:00 Uhr
Arbeitskreis in der CDU-Kreistagsfraktion für den Klimaschutz (von links): Meinolf Päsch, Klaus Zündorf, Silvia Bunte, Dr. Ludger Kappius und Bernhard Wissing.

Jede Stadt und alle ihre Bürger im Kreis seien in der Pflicht, aktiv daran mitzuwirken. Zudem fordert die Fraktion den Landrat dazu auf, eine jährliche Klimakonferenz durchzuführen und zugleich einen Umwelt- und Klimaschutzpreis für vornehmlich ehrenamtliches Engagement auszuloben.

»Wir teilen die Besorgnis von Kommunen und Bürgern um den sich in vollem Gang befindlichen Klimawandel. Das Erreichen der Klimaschutzziele hat höchste Priorität in der Politik. Diese Ziele können wir jedoch nur erreichen, wenn alle Städte im Kreis und auch ihre Bürger Verantwortung übernehmen, indem sie ihre eigenen Aufgaben und Ziele definieren und dann mit Nachdruck umsetzen«, sagte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Bernhard Wissing.

Als Impulsgeber wird der Kreis im Schulterschluss mit seinen Kommunen suchen.

Dr. Ludger Kappius

»Als Kreistag setzen wir auf Maßnahmen und Ziele, die wir mit Blick auf unsere Liegenschaften und Immobilien in Eigenregie bis zum Jahre 2030 umsetzen können«, sagte der Ausschussvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion für Natur, Umwelt und Klimaschutz, Dr. Ludger Kappius. Dabei solle eine Priorisierung der Maßnahmen mit besonders starker CO2-Einsparung erfolgen. Zudem wolle der Kreis gemeinsam mit den lokalen Energieversorgern, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität konsequent vorantreiben. »Als Impulsgeber wird der Kreis im Schulterschluss mit seinen Kommunen und zusammen mit Forschung, Wirtschaft und Industrie weitere Klimaschutz-Konzepte, wie Wasserstoff-Elektrolyse aus regenerativen Energieträgern zur Nutzung alternativer Antriebe unterstützten«, fügte Kappius hinzu.

Damit die klimagerechte Entwicklung zielführend fortgesetzt werden könne, werde Landrat Müller beauftragt, jährlich eine Klimaschutzkonferenz ausrichten. »Mit einer solchen Konferenz wollen wir die Herausforderungen des Klimawandels für den Kreis diskutieren, die Bürger mitnehmen und der Politik Vorschläge für eine klimagerechte Kreisentwicklung unterbreiten«, sagte Wissing. Teilnehmen sollten Schüler, Lehrer, Familien, Senioren, Wissenschaftler und Techniker sowie Vertreter aus Unternehmen, Gewerkschaften, Kirchen, Feuerwehr- und Hilfsorganisationen, der Energieversorger und Windstromproduzenten.

»In der Gesamtbetrachtung ist der Kreis Paderborn beim Aufbau alternativer Energien und weiterer Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten bereits gut aufgestellt. Zukünftig müssen jedoch deutlich weitergehende Anstrengungen unternommen werden«, betonte Wis­sing. Ein Ansatz sei auch die Auslobung eines Umwelt- und Klimaschutzpreises für vornehmlich ehrenamtliches Engagement. Dieser solle kleine und große Aktivitäten der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, Vereine, Vereinigungen, Nachbarschaften, Schulen und Einzelpersonen benennen, fördern und auszeichnen.

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