Vorbereitungen für Bahnhofsabriss in Paderborn laufen – Starttermin weiter unklar
Langzeitparker ziehen um

Paderborn (WB). Eigentlich sollte mit dem Abriss des alten Bahnhofsgebäudes schon längst begonnen worden sein. Doch wann es nun tatsächlich losgeht, ist noch völlig unklar. Der Betriebsausschuss und Ausschuss für Märkte und Feuerwehr hat jetzt schon mal die Parkplatzsituation während der Bauzeit geregelt.

Freitag, 06.09.2019, 10:29 Uhr
Am Hauptbahnhof soll der Parkplatz für Langzeitparker verschwinden, wenn mit dem Abriss des Gebäudes begonnen wird. Als Ausweichfläche dient die Kulturwerkstatt. Doch auch die soll umgebaut werden. Foto: Oliver Schwabe

Auf Vorschlag von ASP-Werkleiter Reinhard Nolte wird der Sonderparkplatz für Langzeitparker am Hauptbahnhof, dessen Zufahrt aktuell mit Schranken geregelt ist, mit Beginn der Arbeiten am Gebäude gesperrt. Allerdings sollen einige wenige Kurzzeitparkplätze auch während des Baus erhalten bleiben. Die frühzeitige Befassung mit diesem Thema sei notwendig, so Nolte, weil den Dauermietern rechtzeitig gekündigt werden müsse.

Als Ausweichfläche für die Langzeitparker soll der Parkplatz an der Kulturwerkstatt bereit gestellt werden, teilte der ASP mit. »Die Umsetzung soll aber erst dann erfolgen, wenn die Fläche tatsächlich vom Bauherrn gebraucht wird«, stellte Nolte klar.

Umgesiedelt werden auf diese Weise 35 Dauerparker. Vor diesem Hintergrund soll an der Kulturwerkstatt ein Wochentarif für Bahnreisende zum Preis von zwölf Euro angeboten und der Tarif für verlorene Tickets ebenfalls auf zwölf Euro angepasst werden. »An den Tarifen für die Besucher der Kulturwerkstatt soll sich ansonsten nichts ändern«, sagte Nolte.

Großparkplatz Florianstraße kein Thema

Reinhard Borgmeier (Linksfraktion) bezweifelte, ob diese Lösung die beste sei. »Was passiert, wenn die Kulturwerkstatt umgebaut wird und dort Flächen benötigt werden? Gibt es noch Parkplätze für Besucher der Kulturveranstaltungen?«, wollte er wissen. Für ASP-Chef Nolte gab es da nur eine klare Antwort: »Wenn die Kulturwerkstatt umgebaut wird, müssen wir den Dauerparkern kündigen.«

Der Vorschlag von Borgmeier, den Großparkplatz Florianstraße ins Visier zu nehmen, lehnte Reinhard Nolte ab. »Wir haben dort jetzt schon 300 Dauerparker und haben da einen Schnitt gemacht«, verdeutlichte er, dass es auch künftig noch Platz für Kurzzeitparker geben müsse. »Die Dauerparker werden ein zunehmendes Problem. Wir müssen denen Alternativen bieten«, lautete die Botschaft des ASP-Werkleiters.

Außerdem erhofften sich die Ausschussmitglieder noch klare Angaben zum Baubeginn des Bahnhofs. Die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke musste die Fraktionen jedoch enttäuschen: Einen Termin konnte sie nicht nennen.

Zwischenlösung an der Kulturwerkstatt einstimmig beschlossen

»Beim Bahnhof geht es nicht um eine Projekt von zwei Privaten. Es handelt sich hier vielmehr um ein äußerst komplexes Vorhaben. Abbruch des Bahnhofs, das Fahrradparken während der Bauzeit sowie der Betrieb des Bahnhofs finden parallel zum Neubau des Bahnhofs und des geplanten Parkhauses statt. Es gibt mehrere unterschiedliche Partner und Teilprojekte sowie viele Details, die abgestimmt werden müssen. Ich kann versichern, dass da unter Hochdruck dran gearbeitet wird«, sagte Warnecke.

Einstimmig beschloss der Ausschuss die Parkplatz-Zwischenlösung an der Kulturwerkstatt. Zwei Gegenstimmen gab es hingegen für den Vorschlag der Parkraumbewirtschaftung am Nordbahnhof. Die B+S Immobilien GmbH und die Stadt Paderborn haben vereinbart, dass die 20 Parkplätze am neuen »Nordcube« für Park & Ride genutzt werden sollen. Außerdem soll auf dem Grund-stück ein öffentlicher Fahrradparkplatz errichtet werden. Der Investor plant außerdem 25 weitere Stellplätze, die von der Stadt Paderborn bewirtschaftet werden sollen.

Beschlossen wurde eine Parkgebühr von 70 Cent pro Stunde. Der Tagestarif soll mit fünf Euro berechnet werden. Damit Zugreisende einen ausreichenden Zeitpuffer haben, soll nun geprüft werden, ob der Tagestarif bis 21 Uhr ausgedehnt werden kann.

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