Der Weltladen La Bohnita und der Raum für Kunst sind zu Libori lohnende Ziele
Die kleinen Oasen der Kultur

Paderborn (WB). Neulich fiel mir ein Liboriprogrammheft aus dem Jahr 2001 in die Hände und beim Durchblättern stellte ich erstaunt fest, wieviel sich seitdem im Angebot verändert hat.

Donnerstag, 01.08.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 17:42 Uhr
Rund um den Weltladen gibt es nicht nur fair gehandelten Kaffee, sondern auch Auftritte von Kleinkünstlern und Musikern. Foto: Michael Welling

Fand Libori früher eigentlich nur auf dem Liboriberg und dem Pottmarkt statt, von einigen Ablegern wie zum Beispiel dem legendäre Petit Paris vorm Thedorianum, dem Bierbrunnen, dem Angebot im Konrad-Martin-Garten und den abendlichen Konzerten auf dem Franz-Stock-Platz mal abgesehen, so gibt es heute Angebote unterschiedlicher Couleur fast den ganzen Tag über in der gesamten Innenstadt.

An jeder Ecke stehen Bühnen, Imbissbuden und Bierwagen, und so mancher ansonsten triste Hinter- oder Garagenhof wird für zehn Tage zur Party Location hergerichtet. Dazu kommen die zahlreichen Aktionen der kirchlichen Einrichtungen, die ihre oftmals das ganze Jahr über versteckten Höfe, Parkplätze und Gärten öffnen. Hier entstehen kleine Oasen, die durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit gastronomischen und kulturellen Angeboten gefüllt werden und deren Erlöse regelmäßig diversen Hilfsprojekten zugutekommen.

Mehr als nur Kaffeebohnen

Abseits der bekannten und inzwischen auch jahrelang bewährten Hot-Spots hat sich in den vergangenen Jahren auch eine kleine, aber feine Nischen-Kultur etabliert, die etwas abseits des Haupttrubels auf ihr treues Publikum trifft. Seit zehn Jahren ist der faire Libori-Garten des Paderborner Weltladens La Bohnita in der Michaelstraße eine beliebte Anlaufstelle für viele Liboribesucher. Was 2010, zunächst noch mit einer Bierzeltgarnitur und wenigen Getränken, in dem kleinen Garten begann, ist heute ein Treffpunkt für all diejenigen, die Ruhe inmitten des Libori-Trubels suchen, einen Kaffee trinken wollen, aber auch für Kulturliebhaber.

Am Donnerstag traten dort Erwin Grosche und Volker Kukulenz mit ihrem Programm »Lass uns ein Wunder sein« auf, an diesem Freitag heißt es um 15 Uhr »Jazz you like it« mit Dieter Nowak und Johannes Schäfermeier. Mehr auf das ältere Semester zielen die öffentlichen Veranstaltungen im Hofgarten des Westphalenhofes. Nur einen Steinwurf vom Pottmarkt entfernt trifft man hier ab 16 Uhr bei Würstchen, Bier und Kuchen auf ein täglich wechselndes Unterhaltungsprogramm.

»Lumpentheater« unterhält die Kinder

An alle jungen und junggebliebenen Theaterfreunde richtet sich das Angebot des »Lumpentheaters«, das bis Samstag täglich um 15.30 Uhr das Stück »Hans im Glück« im Bonifatiushof zwischen Pottmarkt und Liboriberg aufführt. Wer Kultur nicht nur abends zum Abfeiern sucht, der findet im Raum für Kunst die richtige Location. Seit fünf Jahren gibt es im Kötterhagen unter dem Titel »Labori« wechselnde kulturelle Aktionen, von »Labori Rock« über »Labori Poetry Slam« bis hin zu »Dark Libori«, bei dem Leo Carpe Noctem seine unvergleichliche Kreation aus düsteren Klängen mit den Zutaten Goth, Wave und Electro kredenzt. Dies ist nur eine kleine Auswahl, und das Fazit lautet: Auch abseits der eingefahrenen Pisten ist allerhand los.

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