Experten betonen im Paderborner HNF den großen Wert von Missionen – Andrang bei Ausstellungseröffnung
Kein Navi ohne Weltraumforschung

Paderborn (WB). Die Eroberung des Weltraums begeistert die Menschen. Das war am Freitagabend im Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) zu sehen, als mehr als 400 Menschen die Eröffnung der Ausstellung »Aufbruch ins All – Raumfahrt erleben« besuchten.

Sonntag, 07.07.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 15:54 Uhr
Gleich am ersten Abend strömten die Besucher zur Ausstellung über technologische Meilensteine der Raumfahrt. Viele interaktive Stationen und gut 70 Exponate sind darin vereint. Foto: HNF

Schon seit mehreren Wochen war die Veranstaltung ausgebucht. Zum einen lockte die neue Sonderausstellung die Menschen in das Computermuseum. Zum anderen waren die Spitzen der deutschen und europäischen Weltraumfahrt extra nach Paderborn gekommen und stellten dort ihre Ideen vor.

Walther Pelzer ist im Vorstand des Deutschen Zen­trums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für das Raumfahrtmanagement verantwortlich und damit so etwas wie der Chef der deutschen NASA. Das DLR ist wie berichtet Kooperationspartner von »Aufbruch ins All« und steuerte wesentliche Objekte bei. In seinem kurzweiligen Vortrag stellte Pelzer insbesondere den Nutzen der Weltraumforschung für die Menschen auf der Erde heraus.

Plädoyer für die Raumfahrt

Ohne Satelliten gäbe es keine GPS-Ortung in Handy und Navigationsgerät. Auch die moderne Landwirtschaft profitiert von der Technik im All, indem Satelliten Mähdrescher exakt lenken, Informationen über die Bodenbeschaffenheit liefern und somit den Düngereinsatz optimieren helfen.

Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation Jan Wörner hielt ein ebenso flammendes wie unterhaltsames Plädoyer für die Raumfahrt und stellte insbesondere zukünftige Missionen zu Mond, Merkur und Mars vor. Besonders stolz ist er darauf, dass bei der geplanten Reise der Amerikaner zum Mond im Jahr 2024 das Europäische Servicemodul zum Einsatz kommen soll, das vor allem in Bremen entwickelt und konstruiert wird. Zum ersten Mal greift die NASA bei einer solch großen Mission auf ein ausländisches Modul zurück.

Planetenbahnen, Sternbilder und Galaxien in Musik übertragen

Dass man Planetenbahnen, Sternbilder und Galaxien auch in Musik übertragen kann, bewies der Astro-Entertainer Paul Hombach. Seine skurrile Reise durch Raum, Zeit und Töne endete mit dem Klang des Urknalls und stimmte die Besucher auf die Ausstellung ein. Sie strömten anschließend in das dritte Obergeschoss, um selbst in die Weiten des Kosmos aufzubrechen. Beginnend bei der Himmelsscheibe von Nebra über die V2, den Sputnik-Schock und das Apollo-Programm führt die Ausstellung zu Modellen von Raumschiffen, Raketen und Sonden.

Einen Ausblick auf Reisen zum Mars und ein Kosmo-Spielplatz runden die Schau ab. Sie ist bis zum 5. Januar wochentags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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