Standort an Barkhauser Straße – bis zu 50 Arbeitsplätze geplant
Schüco baut in Paderborn

Paderborn (WB). Der Bielefelder Fenster-, Türen- und Fassadenspezialist Schüco bereitet sich auf den Sprung nach Paderborn vor. Im Gewerbegebiet Barkhauser Straße wird bis Ende 2020 eine Produktionshalle gebaut. Bis zu 50 Arbeitsplätze werden hier entstehen.

Freitag, 05.07.2019, 07:14 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 07:30 Uhr
Zahlreiche Gewerbebetriebe haben sich inzwischen ganz in der Nähe zur A33 angesiedelt. Das Gewerbegebiet Barkhauser Straße in Paderborn soll nun um Flächen erweitert werden. Bauen will an der Stelle das Unternehmen Schüco. Foto: Oliver Schwabe

Schüco ist auf einem strammen Expansionskurs, wie bei der Bilanzpressekonferenz in dieser Woche deutlich wurde. Weil man in Bielefeld aber nach ­Firmenangaben keine geeigneten Grundstücke für einen neuen Standort in der Nähe zur Autobahn gefunden habe, wurde der Blick in Richtung Paderborn geweitet. »Es ist eine Entscheidung aus Überzeugung! Wir haben hier eine sehr gute logistische Anbindung über die A33 und eine sehr gute Nord-Süd-Anbindung über die A44, A2 und A30«, sagt ­Schüco-Pressesprecher Thomas Lauritzen auf Anfrage.

Man habe sich bewusst für die Nähe zur Universität Paderborn mit den Fachrichtungen Informatik/Digitalisierung, Maschinenbau, Chemie und Zukunftsmeile entschieden, um eine bessere Möglichkeit des Austausches und der Zusammenarbeit zu schaffen. Die Distanz zum Hauptsitz in ­Bielefeld werde laut Lauritzen keine Probleme verursachen.

Gewerbegrundstücke sind knapp

Obwohl in Paderborn die Gewerbegrundstücke ebenfalls knapp sind, ist die Stadt mit dem Bielefelder Unternehmen offenbar schnell zu einem Ergebnis gekommen. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bewilligten die Fraktionen daher Mehrausgaben für den Ankauf von Grundstücken, die noch entsprechend erschlossen werden müssen. 400.000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, um das Gewerbegebiet Barkhauser Straße in Verlängerung der Pamplonastraße bis zur B1 ausweiten zu können. Damit wird für die Firma Schüco, die sich hier ­niederlassen will, eine komfortable Anbindung an die A33 sichergestellt.

Schüco hat bereits jetzt zwei Standorte in OWL: in Bielefeld (1900 Mitarbeiter) und Borgholzhausen im Kreis Gütersloh (400 Mitarbeiter). In dem neuen Werk in Paderborn sollen anfangs 20 Mitarbeiter beschäftigt werden, die Montagesätze für Schiebe­türen zusammenstellen. Später seien 50 Mitarbeiter geplant. »Es handelt sich um neue Arbeitsplätze«, stellte Firmensprecher Lauritzen klar. Schüco-Chef Engelhardt beziffert die Investition in Paderborn auf zwölf Millionen Euro.

Großkonzerne mit Dependence in Paderborn

Schüco ist nicht der einzige ostwestfälische Großkonzern, der in Paderborn eine Dependance hat. Unter anderem gehören zu diesen Unternehmen der Landmaschinenhersteller Claas (Hauptsitz Harsewinkel) und auch Phönix Contact (Hauptsitz Blomberg). Der Lieferant von Verbindungs- und Automatisierungstechnik hat vor zwei Jahren die ehemaligen Hella-Hallen im Gewerbegebiet Barkhausen erworben und ist somit im weiteren Sinne künftig Nachbar von Schüco. Auch Weidmüller (Detmold) baut in Paderborn: Jüngst war der Startschuss für das Projekt an der Zukunftsmeile an der Fürstenallee gefallen. 250 Arbeitsplätze schafft Weidmüller an dieser Stelle. Weitere Arbeitsplätze entstehen bei diesem Gemeinschaftsprojekt durch die Universität Paderborn und das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik.

Damit die Erweiterung des Gewerbegebiets Barkhauser Straße umgesetzt werden kann, verhandelt die Stadt Paderborn mit dem Eigentümer der benötigten Flächen. So soll das Grundstück in einem Um­legungsverfahrens gesichert werden. Die 400.000 Euro seien gut angelegt – auch weil es sich um Schlüsselgrundstücke zur Weiterführung der Pamplona­straße handele. Der Ausschuss hat dem Kauf zugestimmt.

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