Evakuierung in Paderborn ohne Zwischenfälle
Die Bombe ist entschärft

Paderborn (WB/mai). Die Bombe in Paderborn ist entschärft ( hier sehen Sie ein Live-Video bei Facebook) . Die Anwohner können in ihre Wohnungen zurück. Wieviel Glück alle Beteiligten hatten, machte Entschärfer Karl-Heinz Clemens vom Kampfmittelräumdienst deutlich. »So brenzlig war es in 13 Jahren noch nie.«

Sonntag, 30.06.2019, 13:41 Uhr aktualisiert: 30.06.2019, 16:34 Uhr
Das ist die entschärfte Bombe. Bürgermeister Michael Dreier, Krisenstableiter Udo Olschewski, Karl-Heinz Clemens und Ralf Kuhlpeter 8von links) sind erleichtert. Foto: Maike Stahl

Die Bombe in Paderborn ist entschärft

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Foto: Oliver Schwabe
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  • Foto: Maike Stahl
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  • Foto: Frauen und Kinderklinik St. Louise
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Ursache dafür, dass der stets gelassene Entschärfer auch erst einmal tief durchatmen musste, nachdem er den Zünder herausgedreht hatte, war dessen schlechter Zustand. »Es hatte sich so genanntes Picrit gebildet. Das sind Anhaftungen, die hoch reibungs- und stoßempfindlich sind«, erläuterte er, wie brisant das Herausdrehen in diesem Fall war. »So etwas habe ich bisher noch nie gesehen. Es war höchste Zeit, dass diese Bombe raus kam.«

Entsprechend erleichtert war auch Bürgermeister Michael Dreier, der dem Entschärfer unmittelbar nach Sicherung der Bombe dankte. Außerdem lobten beide die Bevölkerung. »Man hat gemerkt, dass die Betroffenen bereits Erfahrung mit der Situation hatten. Es hat alles reibungslos funktioniert«, sagte Dreier. Um 12.06 Uhr konnte die Entschärfung beginnen, 12.40 Uhr war die britische Fliegerbombe unschädlich gemacht. »Vor allem für die betroffenen Frühchen und Patienten der Frauen- und Kinderklinik ist es gut, dass sie jetzt schnell zurückkommen«, sagte Dreier.

Um 10 Uhr hatt Paderborn die Evakuierung des Gebietes rund um die Frauen-und Kinderklinik St. Louise begonnen. Dort muss der Blindgänger einer 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

Diese Straßen waren von der Evakuierung betroffen

Husener Straße, Höhe Waldplatz bis Höhe Notfallambulanz Brüderkrankenhaus, Mallinckrodtstraße ab Hausnummer 68 bis Höhe Grabbestraße, Schorlemmer Straße ab Hausnummer 24, Annette-von-Droste-Straße komplett, Dr.-Everken-Weg komplett, Tannenweg ab Hausnummer 11/12 sowie der Fußweg im Verlauf des Ulmenwegs/Lindenweg.

...

Die Klinik selbst hat viele der etwa 30 betroffenen Patienten, die nicht zum Wochenende entlassen oder für diesen Sonntag beurlaubt werden konnten, bereits am Samstag in das Haupthaus St. Vincenz in der Innenstadt beziehungsweise die Klinik in Salzkotten verlegt, die ebenfalls eine Geburtshilfe hat. Seit 8 Uhr heute morgen waren die Ambulanz und der Kreissaal der St. Louise geschlossen.

Wer jetzt einen medizinischen Notfall hatet, musste sich an das Medico in der Husener Straße am Brüderkrankenhaus wenden, wo es auch einen kinderärztlichen Notdienst gibt. Dort wurde alles weitere veranlasst. Die Geburtshilfe des St. Johannisstifts in Paderborn wargeöffnet und vorbereitet wie die des St. Josefs-Krankenhauses in Salzkotten.

Ab etwa 10.30 Uhr waren die Straßen im Evakuierungsgebiet gesperrt. Mütter werden mit ihren Babys im Feuerwehrbus weggefahren.

Aber auch wer einen Angehörigen oder Freund im Brüderkrankenhaus besuchen möchte, sollte den Besuch auf den Nachmittag verschieben. Denn auch das Parkhaus und der Hintereingang des Krankenhauses liegen im Evakuierungsradius von 250 Metern rund um die im Dr.-Everken-Weg gefundene Bombe. Das Brüderkrankenhaus war daher nach 10 Uhr nur vom Kasseler Tor aus zu erreichen und die Husener Straße auch nach der Entschärfung für die Rückführung der Patienten noch etwa zwei Stunden gesperrt.

Die Evakuierung lief routiniert ab. Kein Wunder, denn die etwa 1000 Betroffenen und die Einsatzkräfte kennen das Prozedere noch aus dem vergangenen Jahr, als eine wesentlich größere Bombe entschärft wurde. Von der Feuerwehr sind 76 Käfte im Einsatz, von der Stadt 14.

Um kurz nach 12 Uhr begann die Entschärfung der Bombe, womit die Entschärfer genau im Zeitplan lagen.

Wir halten Sie hier und auf unseren Multimediakanälen über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden.

 

 

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