Baumaßnahme im Schützenhof startet nach dem Schützenfest
Küche bleibt weiter kalt

Paderborn (WB). Seit anderthalb Jahren schon bleibt die Küche im Schützenhof wegen baulicher Mängel kalt. Wie diese Zeitung erfahren hat, soll es nun aber doch vorwärts gehen: Nach dem Schützenfest des Paderborner-Bürger-Schützenvereins (12. bis 15. Juli) starte der Rückbau, berichtet Maria Rodehuth.

Dienstag, 25.06.2019, 06:30 Uhr
Schon seit gut einem Jahr wird am Schützenhof das Essen aus einer Containerküche geliefert. Foto: Oliver Schwabe

Wie die Geschäftsführerin der Paderborner Stadthallen-Betriebsgesellschaft auf Anfrage mitteilt, laufen die Vorbereitungen zur Ausschreibung der einzelnen Bereiche. Die neue Küche soll dann im Januar/Februar 2020 in Betrieb genommen werden, kündigt sie an.

Eine Million Euro Sanierungskosten

Wie berichtet, hatte der Rat der Stadt Paderborn nach langem Ringen ein Budget von rund 860.000 Euro beschlossen. Eine weitere sechsstellige Summe steuert der PBSV bei. Ursache für den Rundumschlag sind Feuchtschäden im Boden. Auch Wände seien betroffen. Insgesamt wird mit Sanierungskosten in Höhe von einer Million Euro gerechnet.

Hinzu kommen aber noch die Kosten für die gemietete Containerküche, in der der Schützenhof seit gut einem Jahr die Bewirtung großer Gesellschaften sicher stellt. Ursprünglich waren hier Mietkosten von rund 60.000 Euro für ein halbes Jahr veranschlagt worden, sagte Rodehuth.

Weil die Maßnahme nun aber deutlich länger dauere, als ursprünglich vermutet, werden auch die Mietkosten höher ausfallen. Sie werden von der Stadt getragen. Nach Angaben der Stadthallen-Geschäftsführerin habe man für den verlängerten Zeitraum bis Anfang 2020 immerhin bessere Konditionen aushandeln können. Zwischenzeitlich war die Rede von 9000 Euro Miete pro Monat. Man müsse davon ausgehen, dass die Mietkosten die 150.000-Euro-Marke sprengen werden.

Wöchentliche Treffen für die Planung

Der betriebene Aufwand für die Komplett-Sanierung der Küche ist enorm: Insgesamt vier Ingenieurbüros sind mit der Planung beauftragt. Nach Angaben der Geschäftsführerin gibt es einen Projektleiter für den Küchenbereich, ein Ingenieurbüro für Heizung, Lüftung und Sanitär, ein Ingenieurbüro für Elektro sowie einen Objektplaner für Hoch- und Tiefbau sowie Betreuung.

»Es gibt wöchentliche Planungsmeetings, in denen die Details zusammen getragen werden«, berichtet Rodehuth.

In den nächsten Wochen werden die Ausschreibungen laufen – in der Hoffnung, dass sich genügend interessierte Handwerker mit freien Kapazitäten melden und die Ausschreibungsergebnisse im Budget bleiben. In den Sommerferien sollen dann die lärmträchtigen Arbeiten erfolgen: Es geht an Decken und Wände sowie Strom- und Wasserleitungen, die entfernt werden.

Kernbaumaßnahmen sollen Anfang August starten

»Anfang August wird dann die Kernbaumaßnahme starten«, erläutert die Geschäftsführerin den aktuellen Zeitplan. Voraussetzung sei aber, dass die Ausschreibungen die gewünschten Ergebnisse bringen. »Dafür sieht es im Moment ganz gut aus«, sagt sie. Sollte es bei den Baukosten Abweichungen geben, könne man sicherlich Verschiebungen in den einzelnen Gewerken vornehmen.

Was aber passieren wird, wenn der Budgetrahmen komplett übertroffen werden sollte, dazu äußerte sich die Geschäftsführerin nicht. Sie sei zuversichtlich, dass der Zeit- und Finanzplan eingehalten werden könne.

Probleme oder Beschwerden habe es in den zurückliegenden Monaten wegen der Küchen-Übergangslösung im Container nicht gegeben, sagt sie. Im Gegenteil: Das neue Live-Cooking im Biergarten komme gut an.

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