Imker in Paderborner Innenstadt betroffen – Honigverzehr unbedenklich
Erneut Faulbrut ausgebrochen

Paderborn (WB). Die Amerikanische Faulbrut ist in einem Bienenbestand in der Kernstadt von Paderborn festgestellt worden. Das Amt für Verbraucherschutz- und Veterinärwesen des Kreises Paderborn hat einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer rund um den Ausbruchsort angeordnet, um eine weitere Verbreitung der Bienenseuche zu verhindern.

Freitag, 07.06.2019, 18:58 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 19:00 Uhr
So sieht ein gesunder Bienenstock aus. Sind die Waben von Faulbrut befallen, ist dies an eingefallenen Brutdeckeln und fauligem Geruch zu sehen und auch zu riechen.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die ausschließlich die Brut der Honigbiene befällt. »Die Tierseuche ist nicht auf Menschen übertragbar. Der Honig kann bedenkenlos verzehrt werden«, betont Kreisveterinärin Dr. Marlies Bölling.

Fadenziehendes Material in der Wabe, eingefallene Brutdeckel und fauliger Geruch sind die klassischen Symptome dieser Tierseuche. Der Imker in Paderborn habe diese Anzeichen richtig gedeutet und sich sofort an eine Bienensachverständige vor Ort gewandt. »Das war wirklich vorbildlich und sehr umsichtig. So haben wir alle gemeinsam die Chance, eine weitere Ausbreitung zu verhindern«, sagt Bölling. Im Labor wurde der Verdacht bestätigt. Für ausgewachsene Bienen ist sie ungefährlich, vernichtet aber die Bienenbrut.

Der betroffene Bienenbestand muss abgetötet werden. Der betroffene Imker erhält dafür eine Entschädigung. »Innerhalb des Sperrbezirks müssen alle Bienenvölker und Bienenstände unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich untersucht werden«, heißt es in der Tierseuchenverfügung. Nach Auskunft des Kreises Paderborn seien in dem Gebiet acht weitere Imker gemeldet.

Die Kosten für die Untersuchungen im Sperrbezirk werden im Rahmen der Beihilfe von der Tierseuchenkasse übernommen. Deshalb sollten alle Imker, auch Hobbyimker, sofern noch nicht geschehen, ihre Bestände umgehend, spätestens bis zum 21. Juni, anzeigen. Die Kontaktdaten lauten: Amt für Verbraucherschutz- und Veterinärwesen, Aldegreverstraße 10 – 14, 33102 Paderborn, Tel. 05251/308-3952, E-Mail veterinaeramt@kreis-paderborn.de.

Zuletzt war die Bienenseuche im Mai 2018 in Borchen-Etteln und Juni 2018 in Schloß Neuhaus aufgetreten.

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