Britische Armee richtet Personalbüro ein – 650 Menschen von Kündigungen betroffen
Neue Chance für Zivilbeschäftigte

Paderborn (WB/mba). Die britische Rheinarmee will zum 1. ­Januar 2020 ein neues Personal­büro für die oft deutschen Zivil­beschäftigten einrichten, denen wegen des Abzugs der ­Briten schon vor längerer Zeit zum Ende 2019 gekündigt worden war.

Donnerstag, 06.06.2019, 14:15 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 17:02 Uhr
Die britsischensichen Zivilkräfte, die den Betrieb des Truppenübungsplatzes Senne aufrechterhalten. Foto: Jörn Hannemann

Davon sind etwa 650 Menschen betroffen. Die Zivilbeschäftigten sind zuständig für die Instandhaltung des Schießplatzes, für Reparaturarbeiten und für die Anforderung von Material. Unter ihnen sind zum Beispiel Juristen, Feuerwehrleute und Ingenieure. Zumindest für einen Teil von ihnen ergibt sich nun eine neue Chance auf eine Stelle, sofern sie noch keinen anderen Arbeitsplatz gefunden haben.

Noch ist unklar, wie viele Kräfte die Armee braucht

Wie aus einem Schreiben des Kommandeurs der britischen Streitkräfte in Deutschland, Brigadegeneral Richard Clements, hervorgeht, sucht die Armee nun ­Zivilkräfte, die den Betrieb des Truppenübungsplatzes Senne aufrechterhalten. Die Rheinarmee will dafür die Dienststelle »Germany Central« schaffen. Den Entlassenen wurde in dieser Woche mitgeteilt, dass sie sich bewerben könnten. »Wie viele Kräfte letztendlich gebraucht werden, können wir aber noch nicht sagen«, erklärte Rheinarmee-Sprecher Mike Whitehurst.

Armee kann keine Wohnungen zur Verfügung stellen

Die Britische Armee weist Interessenten darauf hin, dass ihnen im Falle einer Beschäftigung keine Wohnmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden – weder innerhalb noch außerhalb der Kasernen in Sennelager, die als einzige von ehemals fünf Paderborner Kasernen erhalten bleiben. Interessierte sollen im Zuge der nächsten Townhall Session am 27. Juni über weitere Einzelheiten informiert werden.

Wie berichtet, hat Großbritannien beschlossen, die Streitkräfte bis 2020 aus Deutschland abzuziehen . Auf dem Truppenübungsplatz Senne sollen aber 200 Soldaten verbleiben. Außer dem Truppenübungsplatz Senne sollen auch das Fahrzeugdepot in Mönchengladbach und das Nato-Munitionsdepot in Wulfen weiter genutzt werden. Auch die 80 britischen Pioniere, die mit Bundeswehrpionieren in der Mindener Herzog-von-Braunschweig-Kaserne stationiert sind, sollen in Deutschland bleiben.

Häufigere Sperrungen der Durchfahrtsstraßen befürchtet

Die Nato-Truppen wollen mit Blick auf die all­gemeine Sicherheitslage und die angespannte Situation mit Russland ihre Übungen intensivieren – auch in der Senne, was zu häufigeren Sperrungen der wichtigen Durchfahrtsstraßen führen könnte , die über den Truppenübungsplatz verlaufen.

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