Paderborner feiern nach dem erlösenden Schlusspfiff ihren SCP Am Ende pure Glückseligkeit

Paderborn (WB/dk/jhan). Um 17.23 Uhr entlud sich die Anspannung der SCP-Fans in den Paderborner Kneipen und im Schützenfestzelt in Wewer in einem kollektiven Jubelschrei. Der SC Paderborn spielt in der nächsten Saison zum zweiten Mal in seiner Geschichte in der 1. Bundesliga – Wahnsinn!

Am Westerntor bildete sich nach Abpfiff spontan ein Autokorso. Diese Fans hatten keinen Zweifel am Aufstieg und ihren Opel Corsa erstligareif beklebt.
Am Westerntor bildete sich nach Abpfiff spontan ein Autokorso. Diese Fans hatten keinen Zweifel am Aufstieg und ihren Opel Corsa erstligareif beklebt. Foto: Jörn Hannemann

Im rappelvollen Deutschen Haus wurden nach dem Abpfiff Konfettikanonen abgefeuert, und vor dem Rathaus begannen Mitarbeiter der Firma Lean-pro mit dem Aufbau der Bühne. Vor ihr werden sich am Montag von 17 Uhr an tausende glückselige SCP-Fans bei der Aufstiegsfeier drängeln.

Bis gestern Abend herrschte das große Zittern. Der SCP stand beim 1:3 in Dresden auf verlorenem Posten, und hätte Union Berlin noch das 3:2 in Bochum gemacht, wären alle Aufstiegshoffnungen umsonst gewesen. Aber um 17.23 Uhr war das 2:2 in Bochum amtlich, und in Paderborn sorgte die Nachricht für pure Glückseligkeit. Am Westerntor fuhren immer wieder SCP-Fans in mit Schals und Fahnen dekorierten Autos vorbei.

In Wewer, wo nicht nur König Michael, sondern auch König Fußball regierte, stimmte der Spielmannszug das Paderborn-Lied an. Dort hatte die Schützenbruderschaft im Festzelt eine Großbildleinwand aufgebaut. In SCP-Kluft verfolgten Maxim (8) und Nikita (6), die Söhne von Anastasia und Vassiliy Löwen aus Wewer, das Spiel. »Ich bin aufgeregt«, gab Maxim zu, und während der 90 Minuten stieg die Anspannung noch. Da wurden die Hände gefaltet und an den Fingernägeln gekaut.

Nachdem feststand, dass der SCP verlieren würde, schauten mehr Besucher im Festzelt auf ihre Handys als auf die Leinwand. Wie steht es in Bochum? »Während des Spiels war das pure Anspannung, jetzt ist sie weg. Danke, VfL Bochum!«, sagte Ralph Aberle (47) von der Warthe-Kompanie der Schützenbruderschaft Wewer. Und sein Nachbar Thorsten Kirchhoff (47) drückt dem SCP jetzt schon für die 1. Liga die Daumen.

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