Zebrastreifen ersetzen Ampeln an der Kreuzung Heiers-/Giersstraße
Stadt geht neue Wege

Paderborn (WB). Die Kreuzung Giers-/Heiersstraße hat seit Mittwoch eine neue Verkehrsregelung. Die Ampeln sind Geschichte. Stattdessen dürfen Fußgänger nun die neu angelegten Zebrastreifen nutzen.

Mittwoch, 08.05.2019, 23:22 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 00:00 Uhr
Die Ampel ist weg: Diese beiden jungen Damen gehörten gestern zu den ersten Fußgängern, die den neuen Zebrastreifen in der Heiersstraße überquert haben. Foto: Ingo Schmitz

Die bisherige Verkehrsregelung hatte in der Vergangenheit bei vielen Verkehrsteilnehmern für Stirnrunzeln gesorgt. Eine Ampelanlage über zwei Ecken regelte nicht nur den gefahrlosen Übergang für Fußgänger, sondern auch die Vorfahrt. Die Ampelschaltung selbst sorgte zudem in vielen Fällen dafür, dass Autos trotz geringem Verkehrsaufkommen vor dem Rotlicht standen und Abgase verbreiteten. Damit ist nun weitestgehend Schluss.

In den vergangenen Tagen ist die Ampelanlage komplett abgebaut worden. Seit gestern gibt es sowohl auf der Giersstraße als auch auf der Heiersstraße Zebrastreifen, die sich jeweils auf Höhe des Seniorenheims Westphalenhof befinden. Neu ist auch auf der Giersstraße die Tempo-30-Beschilderung in diesem Bereich.

Projekt aus dem Innenstadtverkehrskonzept

Nach Auskunft der Stadtverwaltung handelt es sich bei dieser Maßnahme um ein Projekt aus dem Innenstadtverkehrskonzept. Zielsetzung sei, so Lea Giesen vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing, den Fußgängerverkehr weiter zu fördern. »Statt der Lichtsignalanlage erleichtert ein Zebrastreifen Fußgängern das Queren der Straße«, teilte die Sprecherin gestern auf WV-Anfrage mit.

Für die übrigen Verkehrsteilnehmer gilt in dem Kreuzungsbereich dann die gängige Rechts-vor-links-Regelung, macht die Stadtverwaltung deutlich, dass hier die Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Landgericht/Dom die Heiersstraße befahren, besonders aufmerksam fahren müssen, weil die Fahrzeuge aus der Giers­straße Vorrang haben. Die neue Regelung betreffe selbstverständlich auch den Busverkehr. »Auf die Vorfahrtsregelung werden die Verkehrsteilnehmer momentan auch durch extra Schilder hingewiesen«, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Keine weiteren Standorte derzeit geplant

Die Frage, ob die Stadt überlege, auch an anderen Stellen Ampeln abzubauen und durch Zebrastreifen zu ersetzen, beantwortete Lea Giesen mit einem klaren »Nein«. »Die Maßnahme an dieser Stelle ist einzeln zu betrachten und bedeutet nicht, dass jetzt auch an anderen Stellen generell Lichtsignalanlagen entfernt werden«, stellte sie klar.

Bereits im vergangenen Jahr war im Bereich Dörenerweg/Engernweg eine Fußgängerampel abgebaut worden.

Nach Auskunft des ADAC gibt es jedoch auch an Zebrastreifen häufig Missverständnisse zwischen Verkehrsteilnehmern. Generell gilt: Fahrzeuge müssen den Fußgängern auf dem Zebrastreifen das Überqueren ermöglichen. Auto-, Motorrad- und auch Radfahrer müssen sich mit mäßiger Geschwindigkeit dem Überweg nähern und gegebenenfalls warten. Es ist verboten, auf bzw. bis zu fünf Meter vor dem Zebrastreifen zu halten oder zu parken. Autofahrern droht ein Bußgeld von 80 Euro, wenn sie einen Berechtigten nicht den Zebrastreifen überqueren lassen.

Radfahrer müssen schieben

Wichtig: Radfahrer haben auf dem Zebrastreifen nur Vorrang, wenn sie absteigen und das Fahrrad schieben. Muss ein Auto wegen eines fahrenden Radfahrers auf dem Fußgängerüberweg abbremsen oder halten, riskiert der Radfahrer ein Bußgeld für eine vermeidbare Behinderung. Kommt es zu einem Unfall, trägt der Radfahrer eine Mitschuld, so der ADAC.

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