Paderborner Schülerinnen fahren zu den Jugend-Politik-Tagen nach Berlin
»Wir wollen was verändern«

Paderborn (WB). Vier Schülerinnen des Pelizäus-Gymnasiums wollen am Wochenende in Berlin ein gewichtiges Wort für die Paderborner Jugend mitreden. Désirée Lengert, Maria Uljanov, Anna-Maria Radu und Clara Lötfering reisen zu den Jugend-Politik-Tagen, an denen 450 junge Menschen aus Deutschland Empfehlungen für die Jugendstrategie der Bundesregierung erarbeiten.

Mittwoch, 08.05.2019, 20:31 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 21:01 Uhr
Désirée Lengert will der Paderborner Jugend am Wochenende in Berlin eine starke Stimme geben. Foto: Jörn Hannemann

»Ich glaube, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um angehört zu werden, weil sich die Jugend gerade eine Stimme verschafft«, sagt Désirée Lengert. Die 17-Jährige engagiert sich seit September 2017 bei der grünen Jugend in Paderborn. »Seitdem sind wir dort immer mehr geworden«, hat sie festgestellt, dass viele junge Leute wieder etwas bewegen möchten. »Ich finde wichtig, dass man nicht nur motzt, wenn einem etwas nicht passt, sondern versucht, etwas zu verändern. Die Möglichkeit hat man bei Wahlen, aber eben auch durch Engagement«, sagt Désirée Lengert, die das für einen guten Weg hält. »Schließlich lernt man dabei etwas, was man wirklich brauchen kann.«

Freitag ist wieder Klima-Demo in Paderborn

Deshalb hat die Schülerin auch gar nicht überlegt, als sie auf die Ausschreibung für die Jugend-Politik-Tage aufmerksam geworden ist, und hat sich direkt angemeldet. Mit Erfolg: Es werden vier verschiedene Themenkomplexe erarbeitet, und Désirée Lengert hat sich für Bildung entschieden. »Ich habe so lange überlegt, ob ich Klima oder Bildung nehmen soll, so dass Klima letztendlich voll war«, sagt sie und ist wenig überrascht. »Das ist schließlich bei vielen Jugendlichen gerade das große Thema.« Auch an diesem Freitag wollen wieder viele Schüler unter dem Motto »Wir streiken, bis ihr endlich handelt« in Paderborn demonstrieren . Treffen ist um 13 Uhr am Neptunbrunnen auf dem Marktplatz.

»In der Bildungspolitik sind wir die, die es angeht«

Auch Désirée Lengert hat schon an den Protesten für eine nachhaltige Klimapolitik teilgenommen, allerdings nur, wenn sich das mit dem Unterricht vereinbaren ließ, erzählt die Schülerin der Q1, die im kommenden Jahr Abitur machen möchte. In Sachen Bildungspolitik freut sie sich über die Chance, mitreden zu dürfen. »Diejenigen, die sich damit befassen, sind in der Regel schon lange aus der Schule raus, und wir müssen das dann ausbaden«, findet sie viele Entscheidungen wenig alltagstauglich. Am meisten stört sie persönlich der hohe Notendruck, auch in Fächern wie Kunst, Musik oder Sport, für die nun mal jeder unterschiedliche Voraussetzungen mitbringe. »Da sollte kein Abitur von abhängen«, meint sie.

Gespannt ist Désirée Lengert auf den Austausch mit anderen Teilnehmern, gerade auch aus anderen Bundesländern. »Ich denke, dass jeder viele neue Erkenntnisse mitnehmen wird.« Und den Politikern soll vieles als Hausaufgabe mit auf den Weg gegeben werden. »Wenn sie die dann einfach in der Schublade verschwinden lassen, werden wir Druck machen«, sagt die Paderborner Schülerin.

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