Viel Rauch um die Tabaksteuer
Zoll kontrolliert Shisha-Bar

Paderborn (WB/itz). Shisha-Bars schießen in Paderborn und im Umland seit einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden. Am Montagabend gab es im Großraum Paderborn eine Zollkontrolle in einem Wasserpfeifen-Lokal, die bei Augenzeugen für Aufsehen sorgte. Mehrere Beamte der Bundesfinanzverwaltung nahmen mit Unterstützung weiterer Kräfte ein Etablissement unter die Lupe. Im Fokus dabei: die Tabaksteuer.

Mittwoch, 08.05.2019, 11:38 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 11:42 Uhr
Viel Rauch um die Tabaksteuer: Shisha-Bars befinden sich im Fokus des Zolls. Foto: dpa

Bei der Bar handelt es sich um eine Einrichtung, in der die Kunden Wasserpfeifen konsumieren können. »Bei der Kontrolle ging es darum zu prüfen, ob in dem Betrieb die Vorgaben des Tabaksteuerrechts eingehalten werden«, erklärte ein Sprecher des Zolls in Bielefeld auf Anfrage. Ob die Ermittler bei ihrer Durchsuchung entsprechende Hinweise auf Verstöße gefunden haben, könne derzeit auch mit Blick auf das Steuergeheimnis nicht beantwortet werden.

Wegen der Gesundheitsgefahren und häufiger Rechtsbrüche in diesen Einrichtungen drohen Shisha-Bars Gesetzesverschärfungen und drastische Strafen. Es gibt sogar einen Vorstoß von Seiten der SPD und Grünen im Landtag, das geltende Rauchverbot auf Shisha-Bars auszuweiten. NRW-Innenminister Herbert Reul hatte Ende 2018 den Bars den Kampf angesagt und sie als »Boden für Clan-Kriminalität« bezeichnet , in denen »krumme Geschäfte« abgewickelt würden. An Razzien in Essen, Marl und Dortmund hatte Reul persönlich teilgenommen. Er kündigte ein hartes Vorgehen an.

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