Manfred Stienecke verabschiedet sich von den Lesern des VOLKSBLATTES – mit Video
»ecke« ist im Ruhestand

Paderborn (WV). Analytisch und kritisch, aber stets respektvoll und konstruktiv: So hat Manfred Stienecke mehr als 40 Jahre als Autor des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES mit seinen Berichten über Geschehnisse in Paderborn und darüber hinaus die Zeitung geprägt. Seit 1. Mai ist er nun im Ruhestand.

Freitag, 03.05.2019, 22:00 Uhr
Das Team des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES hat den langjährigen Kulturredakteur Manfred Stienecke in den Ruhestand verabschiedet. Als Dank erhielt er (Bildmitte gemeinsam mit Ehefrau Marlies) seine eigene Zeitungsseite als Geschenk. Foto: Matthias Wippermann

Sein Kürzel – das Erkennungszeichen eines jeden Journalisten – war in all den Jahren »ecke«. Für WV-Redaktionsleiter Ingo Schmitz, der den 65-jährigen Redakteur gemeinsam mit dem gesamten Redaktionsteam sowie den Mitarbeitern aus Geschäftsstelle, Anzeigen und Vertrieb verabschiedete, gehört Manfred Stienecke zu den echten Vollblutjournalisten. Das unterstrich auch WESTFALEN-BLATT-Redaktionsleiter Ulrich Windolph, der ebenso die Verdienste von Manfred Stienecke würdigte.

Bis zur letzten Minute den Job gelebt

Mit Herzblut und aus einer inneren Berufung heraus hat der langjährige Redakteur in all den Jahrzehnten seinen Job gelebt – bis zur letzten Minute, betonte Schmitz. »Er ist auch immer dann Journalist gewesen, wenn er längst die Türen der Redaktion hinter sich gelassen und sich im verdienten Feierabend befunden hat«, stellte der Leiter des Redaktionsverbundes Paderborn fest. Wortgewandt, fleißig, gewissenhaft und im besten Sinne des Wortes penibel: So hat der VOLKSBLATT-Autor stets seine Arbeit ausgeführt.

Die vielfältige Kulturlandschaft hat dem Vater von drei Kindern in all den Jahren sehr am Herzen gelegen. Über sie zu berichten und die Aktivitäten der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war sein Anliegen. Bei seinem Engagement machte er keinen Unterschied zwischen heimischen Hobbykünstlern oder nationalen wie internationalen Größen.

Klar formulierte sowie fundierte Kritiken

Wegen seiner stets kritischen, klar formulierten sowie fundierten Kritiken hat sich der Weweraner bei den Kulturschaffenden große Anerkennung erarbeitet. Für das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT war er somit über viele Jahrzehnte ein wichtiger Repräsentant. Manchem Künstler verhalf er durch seine Berichterstattungen sogar zur Karriere.

Nachfragen, hinterfragen und nachbohren gehörten zum Handwerkszeug des Redakteurs, der nicht nur in der Kultur zuhause war. Im besten Sinne des Wortes machte er sich zum Anwalt der VOLKSBLATT-Leser. Manfred Stienecke nahm sich gern auch der weniger angenehmen Themen an – zum Beispiel im Bereich der Paderborner Bildungspolitik. Für die Universität ist er Ansprechpartner in der Redaktion gewesen.

Mitglied des Betriebsrats

Das gesamte Redaktionsteam durfte in all den Jahren auf seinen reichen Erfahrungsschatz bauen. Viele junge Kollegen hat Manfred Stienecke auf ihrem journalistischen Berufsweg begleitet. Darüber hinaus setzte er sich als Mitglied des Betriebsrats für die Belange der Belegschaft ein.

Redaktionsleiter Ulrich Win­dolph dankte Manfred Stienecke für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der Leser und des Verlags. Der Jubilar selbst gab dieses Dankeschön an seine Kollegen zurück. Er bedankte sich rückblickend bei allen Redaktionsleitern, die ihm den Rücken gestärkt hätten. Seine Arbeit habe ihm stets Freude gemacht, sagte Stienecke.

Abschied vom langjährigen Wegbegleiter Carsten Hormes

Seinen Ruhestand will »ecke« gemeinsam mit seiner Frau Marlies genießen, die an vielen Abenden beruflich bedingt auf ihren Manfred verzichten musste. Als Privatier wird der große Kulturfreund künftig Konzerte und Co. genießen können, ohne Kamera, Stift und Block mitnehmen zu müssen. »Darauf freue ich mich sehr«, gestand Stienecke in der Feierstunde. Zu deren Abschluss es sogar ein Ständchen in den Redaktionsräumen gab: Die beiden langjährigen Wegbegleiter Carsten Hormes (Kulturbüro OWL) und Tony Kaltenberg überraschten den Neu-Ruheständler und griffen in die Saiten von Kontrabass und Akustikgitarre.

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