Paderborner Discounter verkauft nun Teile des Finke-Sortiments
Preisrebell wird aufgemöbelt

Paderborn (WB). Der Ausverkauf im Möbelhaus Finke hat den Möbelhandel in der Region offenbar in Schwung gebracht. Das berichtet Finke-Geschäftsführer Franz-Josef Golüke. Der zur ehemaligen Finke-Gruppe gehörende Möbel-Discounter »Preis­rebell« und das Küchenstudio Xara hätten im ersten Quartal deutlich zugelegt. Auf den Paderborner Preisrebell kommen nun aber erhebliche Veränderungen zu.

Samstag, 06.04.2019, 04:52 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 10:16 Uhr
Im zur ehemaligen Finke-Gruppe gehörenden Möbel-Discounter »Preis­rebell« an der Senefelderstraße sind derzeit 50 Mitarbeiter angestellt. Nach der Schließung des Haupt-Hauses kommen zehn vormalige Finke-Beschäftigte hinzu. Foto: Jörn Hannemann

»Die Umsatzentwicklungen beim Preisrebell sind sehr positiv. und auch Xara hat sich super entwickelt«, ist der Geschäftsführer zufrieden. Wobei auf Dieter Schmitz, Hausleiter des Preisrebells in Paderborn, und die dortigen Mitarbeiter nun eine besondere Verantwortung lasten wird. Der Möbel-Discounter im Dören-Park soll bis zur Neueröffnung des künftigen Möbelhauses an der Paderborner Straße auch die Kunden zufriedenstellen, die bislang bei Finke zu höherwertigen Marken gegriffen haben.

Intensive Schulung des Personals

Dieter Schmitz präsentiert die hochwertigen Polster- und Ledermöbel, die nun im Preisrebell angeboten werden.

Dieter Schmitz präsentiert die hochwertigen Polster- und Ledermöbel, die nun im Preisrebell angeboten werden. Foto: Ingo Schmitz

Das habe nicht nur einen Eingriff in die jetzige Ausstellungsfläche von 15.000 Quadratmeter zur Folge, sondern sei auch mit intensiven Schulungen des Personals bei den jeweiligen Möbelhersteller verbunden. Dabei lernen sie die neuen Produktfamilie kennen und lernen, wie diese mit modernen Planungssystemen dem Kunden passgenau präsentiert werden. »Wir gehen davon aus, dass der Verkauf der höherwertigen Marken auch zu mehr Beratungsbedarf führen wird«, sagt der stellvertretende Hausleiter Christoph Maciuch.

Aktuell sind im Preisrebell 50 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der endgültigen Schließung des Finke-Hauses am 30. April werden es dann 60 sein. Geschäftsführer Golüke verweist darauf, dass es sich bei dem Zuwachs um Mitarbeiter des Finke-Hauses handeln wird.

Eine weitere Herausforderung werde darin bestehen, auch weiterhin die Kunden zufrieden zu stellen, die seit Jahren bei Preisrebell einkaufen. »Das wird ein großer Spagat vom Ein-Euro-Shop bis hin zur Hülsta-Traumwand«, sagt Dieter Schmitz.

»Der Prozess der Aufrüstung mit hochwertigen Möbeln hat bereits begonnen«, erläutert der Hausleiter. In der Fachbranche wird das heute Neudeutsch »Trading-up« bezeichnet.

Neue Kundengruppen

Nach und nach werden sämtliche Bereiche abgedeckt: Hochwertige Polstermöbel (zum Beispiel Hukla) und Wohnwände (Hülsta) sind ebenso erhältlich wie Boutique-Artikel (Leonardo), Schlaf- (Thielemeyer) und Esszimmer (Venjakob). Schmitz: »Wir sind froh und stolz, dass es den Preisrebell auch weiter gibt. Das zeigt, dass wir in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet haben. Das wird nun honoriert. Jetzt freuen wir uns darauf, uns neue Kundengruppen erschließen zu können. Innerhalb der Preisrebell-Häuser werden wir für eine gewisse Zeit eine Sonderstellung haben.«

Der erste Preisrebell der Finke-Gruppe wurde im August 2000 in Paderborn im ehemaligen »Möbel Koch« eröffnet. Zuvor wurde ein Lager angebaut. Weitere Standorte in Münster, Kassel, Paderborn und Erfurt folgten. Die kleinste Filiale befindet sich in Beckum. Sie wird zum 30. April geschlossen, bestätigte Golüke. Alle Preisrebell-Häuser haben inzwischen die IT-Warenwirtschaft der Krieger-/Höffner-Gruppe erhalten.

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