Fridays for Future: wieder Demo – Umweltaktion am Samstag geplant
Schüler sammeln Müll

Paderborn (WB). Unter dem Motto »Zukunft retten heißt Klima retten« gehen an diesem Freitag um 10 Uhr in Paderborn wieder Schüler, Studenten, Eltern und Unterstützer für eine effektivere Klimapolitik auf die Straße. Außerdem ist für diesen Samstag eine Müllsammelaktion geplant. Treffen ist um 13 Uhr am Hauptbahnhof.

Freitag, 05.04.2019, 06:18 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 14:20 Uhr
Bei der jüngsten Klimastreikaktion vor drei Wochen haben 1200 Teilnehmer für eine bessere Zukunft demonstriert. Neben einer weiteren Demo am Freitag, wollen die Schüler an diesem Samstag mit einer Müllsammelaktion zeigen, dass sie auch handeln. Foto: Lukas Brekenkamp

Start der Klima-Kundgebung mit anschließender Demonstration durch Westernstraße, Westerntor und Liboriberg ist um 10 Uhr auf dem Marktplatz. Zuletzt hatten sich vor drei Wochen 1200 Menschen in Paderborn am globalen Klimastreiktag beteiligt . »Wir rechnen mit deutlich weniger Teilnehmern, weil die Uhrzeit für viele sicherlich problematischer ist«, sagt Laetitia Wendt, Schülersprecherin des Gymnasiums Theodorianum und eine der Mitorganisatorinnen. »Aber nachdem wir zweimal nach Ende des Unterrichts protestiert haben, möchten wir zeigen, dass uns der Klimaschutz ernst ist und wir uns nicht einschüchtern lassen.«

Deshalb wollen es die jungen Demonstranten auch nicht auf dem Klimastreik bewenden lassen, sondern in einer gemeinsamen Aktion aktiv etwas für die Umwelt tun. Dafür treffen sie sich morgen, Samstag, um 13 Uhr am Hauptbahnhof, um sich am Frühjahrsputz des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebs Paderborn (ASP) in der Innenstadt zu beteiligen. Vom Bahnhof aus, wo die Teilnehmer vom ASP mit Müllsäcken, Warnwesten und Greifzangen ausgestattet werden, geht es durch die Stadt. »Bitte bringt selbst Gartenhandschuhe und keine Einweghandschuhe mit«, empfiehlt Wendt den Teilnehmern. Die Fridays-for-Future-Organisatoren hoffen, dass es viele Teilnehmer werden, die ein klares Zeichen gegen die Vorwürfe, setzen, dass die streikenden Schüler selbst nicht handeln würden.

»Wer das sagt, hat gar nicht verstanden, worum es uns geht«, meint Laetitia Wendt. »Es gibt Lücken im System, die die Verbraucher nicht allein schließen können. Da ist die Politik gefordert.« Beispielsweise sei es nur schwer erträglich, dass Bahnfahren für Schüler nahezu unerschwinglich sei, während sie für 9,90 Euro durch Europa fliegen könnten. »Da würde eine Kerosinsteuer viel bewirken«, ist sich die Schülerin sicher. Sie selbst lebe bewusster und werde nicht müde, ihre Umgebung darauf hinzuweisen. »Ich ernähre mich vegetarisch, überlege sehr viel genauer, ob ich Dinge wirklich brauche, und habe Second Hand für mich entdeckt.«

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