Großer Zulauf bei »Fridays for Future« in Paderborn : Klima-Protest erstmals während der Schulzeit – mit Video
»Wir schwänzen nicht. Wir kämpfen!«

Paderborn (WB). Etwa 400 Schüler sind am Morgen in Paderborn für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen. Dieses Mal fand der Protest erstmals während der Schulzeit statt. Trotz des schlechten Wetters, öffentlicher Kritik und angedrohter Sanktionen durch Schulen war der Zulauf größer als von den Organisatoren erhofft.

Freitag, 05.04.2019, 13:24 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 14:51 Uhr
Knapp 400 Schüler sind am Morgen in Paderborn in den Klimastreik gegangen und protestierten für eine bessere Klimapolitik. Foto: Jörn Hannemann

»Fridays for Future«: Etwa 400 Schüler demonstrieren für bessere Klimapolitik

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Zum fünften Mal hatten die Organisatoren zur »Fridays for Future«-Demo aufgerufen. Während sich zu Beginn der Demo um 10 Uhr nur etwa 200 Menschen auf den Marktplatz am Neptunbrunnen versammelten, waren es beim Umzug durch die Paderborner Innenstadt zum Westerntor bereits knapp 400. Mehr noch: Neben der Jugend protestierten auch mehrere Familien mit Kleinkindern. Das Zitat von Klima-idol Greta Thunberg »Man ist nie zu klein dafür, um einen Unterschied zu machen« war auf einem Plakat von einer Mutter mit Kind auf dem Arm zu lesen. Auf einem anderen hieß es »I care about the climate because i care about my children«

»Mir ist es zu bieder, wenn Eltern und Lehrer versuchen, die Schulpflicht als Gegenargument anzuführen. Natürlich ist sie wichtig und richtig. Wir haben Gesetze, die geltend sind, aber auf der anderen Seite steht ihr hier nicht ohne Grund, sondern um für eine bessere Zukunft einzustehen. Uns würde man nicht hören und Aufmerksamkeit schenken, wenn ihr nicht den Schritt wagen würdet und hierhin kommen würdet, wenn ihr nicht Englsich oder Mathe. Und das finde ich verdammt gut«, betonte Mitorganisator Ilja Nienaber während einer Ansprache an die Jugendlichen. »Wenn die Politik handeln würde, dann gebe es die Diskussion nicht. Deshalb sagen wir: Wir streiken bis ihr handelt.« Auf den sehr kreativ gestalteten Plakaten war weiterhin zu lesen: »Meine Fehlstunden kann ich entschuldigen, Ihr euer Verhalten auch?«, »Wir schwänzen nicht. Wir kämpfen!«, sowie »Auf’s Klima setzen statt durchs Abi hetzen«.

Am morgigen Samstag will die »Fridays for Future«-Gemeinschaft ein eigenes Zeichen setzen und zusammen mit dem Abfall- und Entsorgungsbetrieb ASP in der Innenstadt gemeinsam Müll sammeln. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Bahnhof. Gartenhandschuhe sollten mitgebracht werden. Als nächster Termin für eine weitere Demo in der Innenstadt wurde Freitag der 26. April genannt. Dann gibt es zumindest ein Problem weniger: Wegen der Osterferien entfällt das Problem mit der Schulpflicht. Geplant ist dann unter anderem ein gemeinsames Frühstück auf dem Marktplatz.

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