Nur das Pelizaeus-Gymnasium muss fünf Schüler abweisen
Die meisten starten an der Wunschschule

Paderborn (WB). Fast alle zu den weiterführenden Schulen in Paderborn angemeldeten Viertklässler können zum kommenden Schuljahr an die gewünschte Schule wechseln. Nur das Pelizaeus-Gymnasium muss fünf Kinder abweisen.

Donnerstag, 04.04.2019, 08:28 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 08:30 Uhr
Das Pelizaeus-Gymnasium in Paderborn bildet wieder sechs Eingangsklassen, muss aber fünf angemeldete Schüler abweisen. Foto: Jörn Hannemann

Erstmals seit vielen Jahren führt das Anmeldeverhalten der Eltern an den städtischen Schulen in Paderborn zu keinen größeren Problemen bei der Aufnahme in die fünfte Klasse. Mit dazu beigetragen haben dürfte der deutliche Rückgang der Fünftklässler. Mit 1557 Kindern, davon 322 aus den Nachbarkommunen, werden fast 100 Schüler weniger aufgenommen als im Vorjahr.

Den stärksten Schülerrückgang verzeichnet diesmal die Schulform der Gesamtschule (minus 100). Auch die Realschulen werden in diesem Sommer 43 Kinder weniger aufnehmen als 2018. Leichte Zuwächse verbuchen die Hauptschule (plus 2) und die Städtischen Gymnasien (plus 4) sowie die Realschule und das Gymnasium St. Michael (insgesamt plus 7).

Hauptschule Mastbruch bleibt stabil

Als stabil erweist sich trotz des landesweit anhaltenden Rückgangs der Schülerzahlen an den Hauptschulen die Mastbruchschule in Schloß Neuhaus. Sie konnte in diesem Jahr sogar wieder eine steigende Anmeldezahl (von 22 auf 24) verbuchen und kann auf jeden Fall weiterhin eine Eingangsklasse bilden. Schuldezernent Wolfgang Walter weist darauf hin, dass nach den Erfahrungen der letzten Jahre sogar noch weitere Schüler nachgemeldet werden könnten, so dass auch die Bildung von zwei Eingangsklassen möglich würde.

Bei den Realschulen bleibt die Schule in der Südstadt (95 Anmeldungen) vierzügig. Die Realschule Schloß Neuhaus (132) und die Lise-Meitner-Schule (139) können wieder fünf Parallelklassen bilden.

Leichte Verschiebungen gibt es bei den fünf Gymnasien. Zum Gymnasium Schloß Neuhaus wurden 210 Viertklässler (Vorjahr 196) angemeldet, so dass dort eine siebte Eingangsklasse eingerichtet werden muss. Nach Angaben der Schulleitung bestehen dafür auch räumliche Kapazitäten, weil gleichzeitig ein schülerstarker Jahrgang Abitur gemacht hat.

 

Rückläufige Zahlen an der Gesamtschule Elsen

Das Pelizaeus-Gymnasium (185 Anmeldungen) bleibt sechszügig, muss aber fünf Schüler abweisen. Unverändert ist die Zügigkeit auch am Theodorianum (97, vier Klassen) und am Reismann (82, drei Klassen), während das Goerdeler-Gymnasium (67) im Sommer statt vier- nur noch dreizügig beginnt.

Bei den Gesamtschulen verlieren die beiden größten Systeme in Elsen und Friedrich-Spee am Kaukenberg zum kommenden Schuljahr jeweils eine Klasse. Die Gesamtschule Elsen beginnt im Sommer mit 145 Fünftklässlern in fünf Klassen, die Friedrich-Spee-Gesamtschule nimmt die 105 angemeldeten Kinder in vier Klassen auf. Unverändert vier Eingangsklassen bildet mit ebenfalls 105 Anmeldungen die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule am Niesenteich.

SPD regt Frischeküche an

Die nun vorliegenden Zahlen des Anmeldeverfahrens vom Februar werden den Paderborner Schulausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 9. April, um 17 Uhr im Verwaltungsgebäude Am Hoppenhof beschäftigen. Die Ausschussmitglieder müssen der Schülerverteilung aber nicht zustimmen. Sie erhalten sie nur zur Kenntnis.

Beraten wird der Ausschuss auch über den Antrag der SPD-Fraktion, zur Sicherstellung der Mittagsverpflegung in den Paderborner Schulmensen eine Frischeküche an der Stephanus-Grundschule einzurichten. In einem weiteren Antrag fordert die FDP-Fraktion, in den Grundschulen ein Pilotprojekt zu starten, mit dem über so genannte Microcontroller den Kindern bereits im Grundschulalter digitale Kompetenzen vermittelt werden sollen.

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