Erzbischof Hans-Josef Becker feiert das Kapitelsamt im Paderborner Dom
Ein Kreuz aus Asche

Paderborn (WV). Nach den Karnevalstagen beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Traditionell empfangen Gläubige am Anfang dieser Zeit der Vorbereitung auf Ostern das Aschekreuz – wie auch am Mittwoch zahlreiche Gottesdienstbesucher im Hohen Dom zu Paderborn.

Mittwoch, 06.03.2019, 23:11 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 23:30 Uhr
Nachdem Erzbischof Hans-Josef Becker die aus den geweihten Palmzweigen gewonnene Asche gesegnet hat, zeichnet er Dompropst Joachim Göbel ein Aschekreuz auf die Stirn.

Erzbischof Hans-Josef Becker feierte das Kapitelsamt in der Paderborner Bischofskirche. Er zeichnete ebenso wie die Weihbischöfe den Gläubigen mit Asche ein Kreuz auf die Stirn und sprach dazu die Worte »Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst.«

»Wir beginnen heute den Weg hin zu Ostern«, so der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt. »Das ist ein großer Unterschied zu all den Fasten-Frühjahrskuren und vorsommerlichen Wellnessangeboten. Im Mittelpunkt steht Jesus, der Christus. Er, der 40 Tage in die Stille und Einsamkeit der Wüste ging. Ihm sollen wir nachfolgen und so die eigene Herzensmitte finden.«

Ein Gläubiger mit dem Aschekreuz auf der Stirn.

Ein Gläubiger mit dem Aschekreuz auf der Stirn.

Zeichen unserer Hoffnung und Verwandlung

Es komme darauf an, sich der eigenen Wirklichkeit zu stellen, führte Erzbischof Becker weiter aus. »Mit kindlichem Vertrauen machen wir uns auf den Weg und stellen uns der Wirklichkeit, dass wir Sünder sind und immer wieder neu anfangen müssen.« Zum Abschluss seiner Predigt sagte er: »Empfangen wir das Aschekreuz, das Zeichen unserer Hoffnung und Verwandlung.«

Nach der Predigt segnete Erzbischof Becker die Asche, die aus den geweihten Palmzweigen des letzten Palmsonntags gewonnen worden war. Mit der Asche zeichneten Erzbischof Hans-Josef Becker, Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB, Weihbischof Hubert Berenbrinker und Weihbischof Manfred Grothe den Gläubigen das Aschekreuz auf die Stirn. Im Anschluss feierte Erzbischof Becker die Eucharistie.

Aschermittwoch ist der Beginn der Fastenzeit

Die an Aschermittwoch ausgeteilte Asche wird aus geweihten Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen und gilt als Zeichen für Trauer und Buße. Der Aschermittwoch markiert den Beginn der 40 Tage dauernden Fastenzeit, die auch österliche Bußzeit genannt wird und als Vorbereitung auf die drei heiligen Tage von Karfreitag bis Ostern (Ostertriduum) dient. Deshalb ist diese Zeit der Buße zugleich von der Hoffnung auf Auferstehung erfüllt. Die Dauer der Fastenzeit leitet sich vom biblischen Bericht über eine 40-tägige Gebets- und Fastenzeit ab, die Jesus nach seiner Taufe im Jordan auf sich nahm.

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