Verwaltung an der Heierstraße – Kleiderkammer am neuen Ort
Erzbistum plant Neubau

Paderborn (WB). Das Erzbistum Paderborn plant im Ükernviertel den Neubau eines Verwaltungsgebäudes. Es soll an der Ecke Heierstraße/Thisaut entstehen. Die bisher in dem Altbau untergebrachte Kleiderkammer der Caritas ist bereits umgezogen.

Mittwoch, 06.03.2019, 23:59 Uhr
Die Kleiderkammer der Caritas an der Ecke Heierstraße/Thisaut ist bereits ausgezogen. Noch im Frühjahr wird mit dem Abriss des Gebäudes begonnen. Im Herbst möchte das Erzbistum dann mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes beginnen.               Foto: Ingo Schmitz

Auf Anfrage erklärte Heike Meyer, Leiterin des Bereichs Marketing im Erzbischöflichen Generalvikariat, dass der Abriss des jetzigen Gebäudes in Kürze beginnen soll. Jens Reinhardt, Sprecher der Stadt Paderborn, bestätigte, dass die Abrissgenehmigung bereits in der vergangenen Woche erteilt worden sei.

Das neue Verwaltungsgebäude, das im Jahr 2021 bezogen werden soll, werde Platz für 54 Mitarbeiter bieten – darunter auch für Beschäftigte der IT-Abteilung des Erzbistums, sagte Meyer.

Anwohner müssten während des Abrisses des Gebäudes Heierstraße 15 und während des anschließenden Neubaus mit Beeinträchtigungen rechnen, sagte Heike Meyer. »Wir werden jedoch versuchen, diese Einschränkungen möglichst gering zu halten. Die Anwohner werden über die geplanten Baumaßnahmen und mögliche Auswirkungen in Kürze detailliert informiert«, teilte die Sprecherin des Erzbistums mit. Die Detailplanung für Abriss und Neubau laufen aber noch.

Keine Pläne für den ehemaligen Pflaumenbaum

Direkt gegenüber befindet sich das Gebäude Heierstraße 18, das ebenfalls dem Erzbistum gehört. Die ehemalige Gaststätte Pflaumenbaum im Erdgeschoss ist geschlossen, eine Neueröffnung sei nicht geplant. Die Investitionskosten für eine erneute Inbetriebnahmen seien zu hoch, erklärte gestern Pressesprecher Thomas Throenle. Aktuell werde der Schankraum als Lager genutzt. Darüber befindet sich das Parkhaus, das von Mitarbeitern des Generalvikariats genutzt werde.

Die Caritas-Kleiderkammer ist bereits am vergangenen Samstag aus dem alten Domizil ausgezogen. Die neue Unterkunft befindet sich im Souterrain des Kindergartens und Horts St. Liborius, Gierswall 25. Wann genau dort der Betrieb aufgenommen wird, steht noch nicht fest. Kleiderkammer-Leiterin Marianne Rese und ihr sechsköpfiges, ehrenamtliches Team gehen davon aus, dass sie in 14 Tagen neu eröffnen können. Zuvor müssen aber noch Regale aufgebaut werden.

Mehr Platz im neuen Domizil

50 Säcke mit Kleidungsstücken, Schuhen und Bettwäsche, die in den zurückliegenden Wochen nicht nachgefragt worden seien, werden nach Aussage von Marianne Rese in die Ukraine geschickt. Zurück blieben 20 Kartons mit Kleidungsstücken für Erwachsene und Kinder.

In dem neuen Domizil habe die Kleiderkammer nun endlich mehr Platz. Kinder-, Damen- und Herrenmode könnten in unterschiedlichen Räumen präsentiert werden, berichtet Organisatorin Marianne Rese. Sie selbst sei seit 26 Jahren dabei, die Kleiderkammer gebe es rund 30 Jahre, berichtet sie. Zuvor war sie auch schon im Kindergarten in der Arminiusstraße untergebracht. Die Leiterin hofft, dass möglichst viele Kunden und Spender die neue Adresse am Gierswall aufsuchen.

Geöffnet hat die Kleiderkammer immer donnerstags von 15 bis 17 Uhr, Anlieferungen sind ab 13.30 Uhr möglich. Die Kleider werden gegen eine kleine Spende abgegeben. Die Bedürftigkeit werde nicht überprüft, betont Marianne Rese.

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