Sparkasse Paderborn legt 2018 zu
Kreditgeschäft floriert

Paderborn (WB). Ostwestfalen-Lippes größte Sparkasse, die Sparkasse Paderborn-Detmold, konnte ihre Bilanzsumme 2018 zwar deutlich von 6,8 auf 7,2 Milliarden Euro erhöhen, verdiente allerdings weniger als im Vorjahr.

Samstag, 02.03.2019, 17:31 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 09:14 Uhr
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

So fiel das Betriebsergebnis vor Bewertung, wie der Gewinn bei Sparkassen genannt wird, von 68 auf 61,25 Millionen Euro – ein Rückgang von knapp zehn Prozent. Eine der Ursachen ist der rückläufige Zinsüberschuss in Folge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Lag der Zinsüberschuss 2017 noch bei 134,52 Millionen Euro, waren es 2018 nur noch 126,03 Millionen, wie die Sparkasse Paderborn-Detmold am Freitag mitteilte.

»Mit dem Jahresergebnis sind wir zufrieden«, erklärte Vorstandsvorsitzender Hans Laven. Geprägt sei das vergangene Jahr vor allem durch ein breites Wachstum im Kundengeschäft. »Viele Familien haben sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt oder Geld für später zurückgelegt und auch die Unternehmen haben kräftig investiert«, sagte Laven weiter. So sei das Kreditgeschäft unter dem Strich um sieben Prozent auf 5,2 Milliarden Euro gewachsen. Wir haben Investitionskredite in Höhe von über 470 Millionen Euro an Unternehmen zusagen können«, ergänzt Vorstand Arnd Paas.

Weiterer Treiber des Anstiegs im Kreditgeschäft sei der Wohnungsbau gewesen. Paas: »Im letzten Jahr haben wir über 2000 Familien zu einem neuen Eigenheim verholfen.« Die Immobilien-Sparte habe 2018 wieder deutlich mehr als 300 Objekte vermittelt.

Andererseits sparen die Kunden mehr als noch 2017. Die Bestände auf Konten und in Wertpapierdepots stiegen um 270 Millionen Euro. Das waren knapp 80 Prozent mehr Zuwachs als im Vorjahr. Insgesamt seien die Kundeneinlagen 2018 um 3,8 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der Depots bei der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka stieg um 5,8 Prozent.

Eine immer größere Rolle spielt auch die Digitalisierung. Seit der Einführung 2018 hätten sich knapp 3000 Kunden für die Beratung per Video entschieden. Der Anteil am Onlinebanking bei den 251.000 Privatkunden stieg von 56 Prozent im Jahr 2017 auf 59,2 Prozent im Jahr 2018. Die Zahl der Filialen lag 2018 bei konstant 56. Für 2019 seien aktuell weder Schließungen noch Neueröffnungen geplant. Die Zahl der Mitarbeiter fiel von 1276 auf 1218.

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