Wintertreffen der Raiffeisen Westfalen Mitte knackt Besucherrekord
Landwirtschaft wird digital

Paderborn/Anröchte (WB). Die traditionelle Winterveranstaltung der Raiffeisen Westfalen Mitte (RVM) hat den Veranstaltern eine neue Bestmarke beschert: Weit mehr als 1000 Gäste – in erster Linie Mitglieder und Kunden der Genossenschaft – waren in die Bürgerhalle nach Anröchte gekommen.

Donnerstag, 07.02.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 11:02 Uhr
Prokurist Stephan Levenig, Vorstand Thomas Röper-Schültken, Ludger Kahr (Aufsichtsratsvorsitzender), die Entertainer Andreas Axmann und Bernd Stelter, Ralf Stöver (Vorstand) und Prokurist Stefan Wigge (von links). Foto: Heiko Appelbaum

»Wir sind erstmals deutlich vierstellig«, sagte RWM-Vorstandsmitglied Thomas Röper-Schültken und sah den Grund in dem großen Zuspruch in der Mischung aus familiärer Atmosphäre, den dargebotenen Köstlichkeiten der Direktvermarkter und den prominenten Gästen. In diesem Jahr begeisterten der digitale Entertainer Andreas Axmann sowie der Kabarettist und Sänger Bernd Stelter das Publikum.

Zunächst blickte Thomas Röper-Schültken kritisch, aber auch Mut machend auf die Zukunft der Landwirtschaft: »Die Digitalisierung hat uns längst erreicht. Der technische Wandel ist auf den landwirtschaftlichen Flächen ebenso sichtbar wie in den Ställen.« Dabei nannte der RWM-Vorstand Drohnen, mit deren Hilfe Felder kartiert werden, autonom fahrende Schlepper und die digital gesteuerte Bewässerung als Beispiele. Im Laufe der rasanten Digitalisierung dürfe aber das Menschliche nicht verloren gehen. »Die Nähe zu unseren Kunden, der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern: Das zeichnet unsere Genossenschaft aus und das wird auch weiter ein Garant für unseren Erfolg sein«, machte Thomas Röper-Schültken deutlich.

Kabarettist Bernd Stelter hat Heimspiel

Für großes Staunen sorgte anschließend der digitale Entertainer Andreas Axmann mit einem Show-Vortrag mit iPad-Zauberei. Dabei warf der Berliner auch augenzwinkernde Blicke auf Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Smartphone und Tablet.

Der Kabarettist und Sänger Bernd Stelter fühlte sich in Anröchte als Heimspieler. Am Hellweg geboren, ließ der Wahl-Rheinländer immer wieder seine westfälischen Wurzeln durchblicken. So philosophierte er zunächst über die Unterschiede zwischen rheinischen und westfälischen Bauernhöfen um anschließend einen ganz eigenen Jahresrückblick mit lokalen Aspekten und Ausflügen in die Weltpolitik zum Besten zu geben.

Er traf den Nerv des Publikums und sorgte wiederholt für Beifallsstürme. Die aktuelle Dieseldiskussion kleidete Bernd Stelter in Gitarrenklänge, parodierte das Älterwerden und stimmte auch nachdenkliche Töne an.

»Das war ein rundum gelungener Abend«, bilanzierte Ludger Kahr, Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen Westfalen Mitte. Die Winterveranstaltung findet bereits seit 2007 statt und gilt als Dankeschön an die Mitglieder für deren Engagement in der Genossenschaft. Der genossenschaftliche Gedanke sei, so Ludger Kahr, heute wichtiger denn je. »Das Persönliche, die Menschlichkeit; das zieht sich wie ein roter Faden durch unser tägliches Wirken – und diesen Weg wollen wir auch in Zukunft weiter erfolgreich beschreiten.«

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