Paderborner CDU-Landtagsabgeordneter Daniel Sieveke kritisiert Aufruf
»Schwänzen nicht beschönigen«

Paderborn (WB). Der Paderborner CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Sieveke meldet sich in der Schulschwänzerdebatte zu Wort und reagiert auf Äußerungen der Grünen-Landtagsabgeordneten Sigrid Beer. Sie solle damit aufhören, das in Mode gekommene Schulschwänzen für besseres Weltklima schön zu reden.

Freitag, 01.02.2019, 13:26 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 19:30 Uhr
Daniel Sieveke. Foto: Oliver Schwabe

»Wer Schule schwänzt, muss auch weiterhin mit ernsten Konsequenzen rechnen und nicht noch von grünen Politikern förmlich dazu aufgefordert werden«, sagt Sieveke. Wer dem vermeintlichen Mainstream folgend fordere, dass Schüler für Klimaaktionen freigestellt werden sollten von der Schulleitung, um damit zu erreichen, dass es sich formell um ein nicht mehr sanktioniertes Schulschwänzen handelt, der tue dem Rechtsstaat, den Schülern, Eltern und letztlich der Bildungspolitik insgesamt keinen Gefallen. Als bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Düsseldorfer Landtag sollte sich Sigrid Beer eher darum kümmern, wie Bildung verbessert werden könne.

Demonstrieren könne jeder in seiner Freizeit, da müsse keine Stunde der wichtigen Unterrichtszeit für geopfert werden. »Den guten Willen und die Sorge vor globalen Veränderungen möchte ich bei den Demonstranten ausdrücklich nicht in Abrede stellen«, stellt Sieveke klar. Er führt aber auch weiter aus, dass es jetzt der Klimaschutz sei, der allein in NRW 3000 Schülerinnen und Schüler zu Demonstrationen veranlasst habe. ›In der Zeit hätten Lehrer besser im Unterricht das komplexe und eben nicht in Deutschland allein global zu lösende Klimaproblem besser behandeln können, als es in Sprechchören und mit Plakaten möglich ist.«

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