Friedhelm Böger nach 41 Jahren im Dienst in Paderborn-Elsen verabschiedet
Stets ein Verfechter der Gesamtschul-Idee

Paderborn (WB). Der stellvertretende Schulleiter der Gesamtschule Elsen, Friedhelm Böger, ist in den Ruhestand verabschiedet worden – nach 41 Jahren im Schuldienst.

Montag, 04.02.2019, 15:34 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 16:00 Uhr
Abschied an der Gesamtschule (von links) Friedhelm Böger (verabschiedeter stellv. Schulleiter), Dr. Siegfried Martini (Schulleiter) und Ulrich Graben (neuer stellv. Schulleiter).

»Ich wollte immer an eine Gesamtschule«, berichtet der Pädagoge, der bereits das Referendariat an einer Gesamtschule (Schildesche) absolvierte. Diese Zeit prägte ihn sehr, so dass er nach einigen Jahren der Aufbauarbeit an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Detmold im Jahr 2002 an die Gesamtschule Elsen wechselte und zunächst als Abteilungsleiter begann. Als Gesamtschullehrer aus Detmold war er allerdings bereits bei der ersten Einschulungsfeier 1990 mit seiner Schülerzirkus-AG in Elsen dabei, so dass er »eigentlich von Anfang an dabei war«, wie es bei seiner Verabschiedung launig hieß.

Das integrierte Schulsystem der Gesamtschule sieht Friedhelm Böger als das einzig sinnvolle System an. Es sorge für mehr Bildungsgerechtigkeit als das selektive System der anderen Schulformen. Außerdem gehören seiner Meinung nach Bildung und Erziehung stets zusammen; das gesamte Kind sei wichtig, sagte Böger.

Sowohl als stellv. Schulleiter als auch als Lehrer waren Friedhelm Böger Authentizität und Ehrlichkeit wichtige Werte, die er den Schülern vermitteln, aber auch mit den Kollegen leben wollte. Unliebsame Tätigkeiten gab es aber auch: Spontan fallen Friedhelm Böger die Korrekturen von Klassenarbeiten ein. »Das war das Schlimmste!«

In seine Zeit als stellvertretender Schulleiter fiel auch die Aufgabe der Koordinierung des vier Millionen Euro teuren Neubaus der Gesamtschule – eine Mammutaufgabe, die Friedhelm Böger auch deshalb gefallen hat, weil er dabei »sehr viel Neues gelernt hat«. Seinem Nachfolger Uli Graben riet er, das Schöne und die Freude am Beruf nicht aus den Augen zu verlieren. Das sei manchmal bei so vielen unterschiedlichen Bedürfnissen vonseiten der Lehrer, Schüler und dem System Schule nicht leicht.

Dankbar ist er dafür, dass er gesund in den Ruhestand gehen kann. Er freut sich auf weniger Stress, besseren Schlaf und neue Projekte: Politik, Reisen, Sport.

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