Möbelhaus Finke: etwa 150 Mitarbeiter in Paderborn betroffen
Kündigungen verschickt

Paderborn (WB). Bei der Abwicklung des Paderborner Finke-Standortes ist der nächste Schritt gemacht: Wie am Freitag aus Betriebsratskreisen zu erfahren war, haben alle noch verbliebenen Mitarbeiter des Einrichtungshauses die Kündigung erhalten. 150 zum Teil langjährige Beschäftigte sind betroffen. Der Rest der ursprünglich 340-köpfigen Belegschaft hat bereits selbst gekündigt.

Freitag, 01.02.2019, 19:56 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 19:58 Uhr
Der Parkplatz ist derzeit gut gefüllt. Foto: Hannemann

Die Kündigungen zum Ende des Monats Januar seien Bestandteil der Einigung zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung gewesen. Die 150 Betroffenen können sich nun innerhalb einer dreiwöchigen Frist entscheiden, ob sie in die Transfergesellschaft gehen. Dort hätten sie zunächst bei vollen Bezügen die Möglichkeit, Unterstützung bei der Jobsuche oder bei Qualifizierungsmaßnahmen zu bekommen.

Nach dem 30. Juni reduziere sich das Gehalt für drei weitere Monate auf 80 oder 87 Prozent (ohne/mit Kind). 20 Prozent werden dabei als Aufstockung zum Arbeitslosengeld von Finke gezahlt.

Schließung am 30. März

Während für die Mitarbeiter der Countdown bis zur Schließung am 30. März läuft, ist der Kundenparkplatz ständig gut gefüllt. Die Schnäppchenjäger sind in dem Möbelhaus unterwegs. In den Ausstellungsbereichen seien erste Lücken zu sehen, an manchen Möbelstücken hänge das Schild »verkauft«. Dazu ein Betriebsratssprecher: »Der Standort Paderborn hat in den vergangenen drei Monaten im Vergleich mit allen anderen Finke-Häusern die mit Abstand größten Umsätze gemacht.«

Um die Möbel zu den Kunden bringen zu können, arbeite Finke zum Teil mit Leiharbeitern oder auch mit externen Aufbaufirmen, hieß es. Unterstützung aus anderen Finke-Standorten sei bislang nicht angekommen. Dort gebe es ebenfalls hohe Krankenstände und Kündigungen.

Die Finke-Verkaufsstandorte Erfurt und Jena sollen erhalten und für eine langfristige Standortsicherung fit gemacht werden. Kurt Krieger, Inhaber der Krieger Handel SE (»Höffner«) hatte mitgeteilt: »Die Sanierung der Finke-Gruppe ist gesichert.« Bislang hat sich Krieger noch nicht dazu geäußert, was er mit dem Finke-Grundstück in Paderborn nach dem Abriss des Einrichtungshauses samt Verwaltung plant.  

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