Show in der Paderhalle mit Christopher Köhler, Lars Ruth und Sam Cole
Magier können es nur mit Zuschauern

Paderborn (WB/itz). Es gibt Shows und Künstler, die man unbedingt gesehen haben muss. Bei den »Magiern« verhält sich das anders. Die muss man nicht gesehen haben. Es hat aber sicher auch keinem Zuschauer geschadet, der den Auftritt am Donnerstagabend in der Paderhalle miterlebt hat.

Freitag, 01.02.2019, 18:08 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 18:10 Uhr
Mit der Kraft seiner Gedanken und der Unterstützung zweier Zuschauer lässt Swann ein Weinglas zerspringen. Foto: Ingo Schmitz

Besser als ein Fernseh-Abend auf dem Sofa ist die Live-Unterhaltung allemal. Nette Illusionen aus der Trickkiste ohne große Knalleffekte und ein Moderator, der eher mit frechen Bemerkungen, als mit magischen Künsten auffällt: So kann man den Auftritt des Quartetts, das in Wirklichkeit ein Trio ist, wohl am Besten beschreiben.

Der schönste Anblick ist der, als sich Christopher Köhler von einem Zuschauer in eine Zwangsjacke verfrachten lässt und er sich vor den Augen des Publikums wieder befreit. Das einzige was man vermisst, ist ein ordentlicher Knebel. Denn viele Zoten, die Köhler reißt, sind so flach, dass die Schmerzgrenze erreicht wird.

Die Aufgaben bei den Magiern sind ganz klar verteilt: Köhler ist für den Klamauk zuständig und erntet ordentlich Lacher. Völlig wortlos treten hingegen der »Verrückte Charmeur« und der mystisch-maskierte »Swann«auf – beide von Sam Cole verkörpert. Die Tricks mit Tüchern, Kisten und Regenschirmen sind keine Sensation, aber gefällig fürs Auge inszeniert.

Einem Jungen aus dem Publikum bereitet Swann einen sicher unvergesslichen Moment, als dieser durch eine Glasscheibe fassen darf, ohne diese zu zerstören. Generell kann man sagen, dass der Erfolg der Show im großzügigen Einsatz des Publikums begründet ist – es gibt quasi keine einzige Nummer, bei der nicht Zuschauer mit auf der Bühne stehen. Das beginnt schon bei der Begrüßung, als Student Simon den Comedy-Magier Köhler ansagen darf.

Mentalist Lars Ruth entlockt zudem einigen Freiwilligen Geheimnisse und lässt eine junge Dame auf mysteriöse Weise das Lesen verlernen. Auf einen Nachschlag verzichten die Künstler und preisen stattdessen ihre Bücher am Merchandising-Stand an. Apropos: Lesen ist ebenfalls viel besser, als ein Abend vor dem TV...

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