Urbanes Quartier mit 800 Wohneinheiten soll geschaffen werden Stadt Paderborn kauft Alanbrooke-Kaserne

Paderborn (WB). Die Stadt Paderborn und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) haben am Donnerstag den Kaufvertrag für die Alanbrooke-Kaserne unterzeichnet. Zur endgültigen Wirksamkeit des Vertrages bedarf es noch der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages.

Der Kaufvertrag für die Alanbrooke Kaserne ist unter Dach und Fach: (vorne von links) Bürgermeister Michael Dreier, Notar Karl Auffenberg und Dr. Gerald Brummund von der BImA; (hinten von links) Thomas Jürgenschellert (Stadt Paderborn), Beigeordnete Claudia Warnecke, Frank Gößling und Peter Waanders von der BImA, Andreas Preising (Stadt Paderborn) und Felix Nolte von der BImA.
Der Kaufvertrag für die Alanbrooke Kaserne ist unter Dach und Fach: (vorne von links) Bürgermeister Michael Dreier, Notar Karl Auffenberg und Dr. Gerald Brummund von der BImA; (hinten von links) Thomas Jürgenschellert (Stadt Paderborn), Beigeordnete Claudia Warnecke, Frank Gößling und Peter Waanders von der BImA, Andreas Preising (Stadt Paderborn) und Felix Nolte von der BImA.

BImA und Stadt haben sich darauf verständigt, über den konkreten Kaufpreis Stillschweigen zu bewahren. Die Verhandlungen wurden in einem konstruktiven Prozess zwischen der Stadt und den Vertretern der BImA geführt.

Kauf wird über Nachtragshaushalt finanziert

»Ich freue mich auf die weitere Stadtentwicklung in einem prägnanten Umfeld in der Kernstadt«, so Bürgermeister Michael Dreier. Auch der Hauptstellenleiter der Direktion Dortmund der BImA, Dr. Gerald Brummund, äußerte sich zufrieden über den Vertragsabschluss. »Paderborn ist vorbildhaft für den Konversionsprozess in NRW«, so Brummund.

In der Sitzung des Paderborner Stadtrates im November 2018 hatte die Verwaltung grünes Licht seitens der Politik für den Ankauf des Areals der Kaserne bekommen. Der Kauf des 18 Hektar großen Geländes wird über einen Nachtragshaushalt finanziert.

Urbanes Quartier mit 800 Wohneinheiten geplant

Geplant ist zwischen Elsener Straße und Riemekestraße sowie Rathenaustraße und Erzbergerstraße ein neues, lebendiges und urbanes Quartier mit rund 800 Wohneinheiten, einer Kita und Flächen für Büronutzungen sowie wohnverträgliches Gewerbe zu schaffen.

Die Entwicklungskosten für die ehemalige Kaserne inklusive des Ankaufs werden nach Schätzungen der Stadt rund 30 Millionen Euro betragen, wobei diese Kosten später über den Verkauf der Grundstücke refinanziert werden sollen. Für den sozialen Wohnungsbau sowie den Bau einer Kita hat die BImA eine Verbilligung in erheblichem Umfang gewährt.

Schon im Juni 2017 Kaufinteresse bekundet

Seit dem Beschluss über das Strukturkonzept 2016 bestehen die Pläne der Stadt Paderborn, auf der ehemaligen Alanbrooke-Kaserne ein lebendiges und urbanes Quartier zu schaffen. Bereits im Juni 2017 hat der Rat der Stadt Paderborn mit Ziehung der so genannten Erstzugriffsoption grundsätzliches Interesse an einem Erwerb des Geländes bekundet.

Beabsichtigtes Ziel der Stadt war ein Erwerb der Fläche zur Erfüllung von Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. Die Sicherstellung des örtlichen Verkehrs, nebst Straßen- und Wegebau, der Wohnungsbau, die örtliche Kulturpflege, soziale Einrichtungen, die Erhaltung ortsgeschichtlicher Denkmäler und Bauten sowie die Sicherstellung notwendiger Einrichtungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen fallen ebenfalls unter dieses Ziel.

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