Team des Pelizäus-Gymnasiums bei der »First Lego League« Roboter soll Sieg bescheren

Paderborn (WB). In den Weltraum möchte das Team »Pelestorms« des Pelizäus-Gymnasiums nicht. »Vielleicht mal für einen Tag oder eine Woche«, sagt Julius Haase (11), »Schweben wäre schon cool, aber es ist gefährlich«, meint Laurin Fionn Link (11). Den Wettbewerb »Into the Orbit« würden die Kinder und Jugendlichen aber gern gewinnen.

Von Dietmar Kemper
Tim Schmitz, Lea Hamelmann, Julius Haase und Laurin Fionn Link (von links) haben den Roboter im Vordergrund konstruiert. Beim Regionalentscheid rechnen sie sich durchaus Chancen aus. Die beiden Roboter im Hintergrund sind Maskottchen.
Tim Schmitz, Lea Hamelmann, Julius Haase und Laurin Fionn Link (von links) haben den Roboter im Vordergrund konstruiert. Beim Regionalentscheid rechnen sie sich durchaus Chancen aus. Die beiden Roboter im Hintergrund sind Maskottchen. Foto: Besim Mazhiqi

»Into the Orbit« lautet das Thema der Neuauflage der »First Lego League«, der Regionalentscheid wird an diesem Samstag im Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) ausgetragen. 21 Teams sind dabei – eben auch »Pelestorms« vom Pelizäus-Gymnasium.

Der Wettbewerb soll Kinder und Jugendliche in sportlicher Atmosphäre an Wissenschaft und Technik heranführen, den Teamgeist stärken und früh das Interesse an einem IT- oder Ingenieurberuf wecken – ein sinnvolles Förderprogramm in Zeiten des Fachkräftemangels. Gegründet hat es der Verein Hands on Technology, der von Firmen wie SAP, Siemens und Motorola unterstützt wird.

Drei Durchläufe

Kurz nach den Sommerferien begann das neunköpfige »Pele­storms«-Team im Alter von elf bis 17 Jahren damit, einen Roboter aus Legoteilen zu konstruieren, der einigen der 15 gestellten Aufgaben gewachsen ist. So sollen zum Beispiel ein Solarpendel ausgerichtet, ein Krater überquert, ein Observatorium in ein orangenes oder weißes Feld geschoben und runde Gegenstände aufgesammelt werden. Das alles auf einem etwa 3,5 Quadratmeter großen Feld und in drei Durchläufen von jeweils zweieinhalb Minuten.

»Es gibt Minuspunkte, wenn der Roboter Dinge umwirft oder man ihn anfassen muss«, erläutert Lea Hamelmann (17). Neben dem »Robot-Game« wird auch das Design des »Kollegen« mit der künstlichen Intelligenz bewertet.

Gefordert wird außerdem, dass sich die jungen Tüftler ein zum Thema passendes Projekt ausdenken und darüber forschen. Hier machte sich »Pelestorms« Gedanken zu der Frage, welche sozialen Probleme bei einer langfristigen Mondreise auftreten könnten und was zu tun wäre, um ihnen vorzubeugen und sie zu lösen. Dabei holten sie sich Anregungen im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und bei der Sternwarte in Schloß Neuhaus.

Roboter aus Lichtsenoren, Rädern und Bleigewichten

Aber wie gesagt: Eine Mondreise machen wollen die Heranwachsenden nicht. »Ich finde es auf der Erde toll«, betont Tim Schmitz (15) und erzählt etwas über den Roboter, den er und seine Mitstreiter in den Wettbewerb schicken: »Wir haben einen Gyrosensor eingebaut, der messen kann, wie sich der Roboter dreht.« Der Roboter besteht aus etwa 400 Teilen, darunter Räder, Motoren, Lichtsensoren und Bleigewichte. Lea Hamelmann betont: »Wir haben darauf geachtet, dass er leicht ist und Teile schnell ausgetauscht werden können.«

Die Kinder und Jugendlichen trafen sich mehrmals in der Woche im K-Gebäude und haben den Roboter auch selbst programmiert. Die Teilnahme an der »First Lego League« hat im Pelizäus-Gymnasium Tradition. 2008 gewann ein Team den Preis in der Kategorie »Best Robot Design«. Die Schule werde durch die Paderborner Firma Dspace unterstützt, die zum Beispiel die Legosteine bezahle und die Teilnahmegebühren übernehme, berichtet das Team. Das besteht schon länger, »und die Älteren haben uns das Programmieren beigebracht«, berichtet Tim Schmitz.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6310665?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F