Schaustellerverband stellt Antrag für längere Musik-Beschallung Eine Stunde mehr Libori-Spaß

Paderborn (WB). Der Paderborner Schaustellerverband unternimmt einen neuen Vorstoß, um die Öffnungszeiten der Libori-Kirmesmeile auszuweiten. Statt bis 23 Uhr soll die Musik an drei Tagen bis Mitternacht laufen dürfen.

Von Ingo Schmitz
Libori bei Nacht hat seinen besonderen Reiz. Das wissen auch die Besucher und die Beschicker zu schätzen. Die Schausteller fordern nun, dass die Musik in diesem Jahr an den Wochenenden bis Mitternacht gespielt werden darf.
Libori bei Nacht hat seinen besonderen Reiz. Das wissen auch die Besucher und die Beschicker zu schätzen. Die Schausteller fordern nun, dass die Musik in diesem Jahr an den Wochenenden bis Mitternacht gespielt werden darf. Foto: Jörn Hannemann

Der vergangene Jahrhundert-Sommer hatte auch für die Beschicker der Libori-Kirmes 2018 erhebliche Auswirkungen. Wegen der hohen Temperaturen verlagerten sich die Besuche auf dem Rummel in die Abendstunden. »Das Ausgehverhalten hat sich halt verändert. Und wenn dann um 23 Uhr die Musik ausgeschaltet wird, gehen die Leute auch nach Hause«, hat Hans-Otto Bröckling als Sprecher der Schausteller festgestellt. Auf diese Entwicklung möchte nun der Paderborner Schaustellerverband reagieren und hat sich intern über das Thema abgestimmt, wie deren Vorsitzender Bröckling gestern auf Anfrage mitteilte. »Der Beschluss der Versammlung, die Öffnungszeiten auszuweiten, war einstimmig«, berichtete er.

Musik bleibt an, aber leiser

Demnach möchten die Schausteller erreichen, dass in diesem Jahr am Eröffnungstag, Samstag, 27. Juli, sowie am darauffolgenden Freitag und Samstag die Musik nicht schon um 23 Uhr komplett ausgeschaltet, sondern in der Stunde bis Mitternacht die Lautstärke reduziert wird.

Dem Ausschuss für Märkte und Feuerwehr liegt für die Sitzung am Mittwoch, 16. Januar, der entsprechende Antrag vor. Eine Stellungnahme der Verwaltung zu der Frage ist nach Auskunft von Jens Reinhardt, Amt für Öffentlichkeitsarbeit, noch in Arbeit. In der Vergangenheit hatte die Verwaltung sich eher zurückhaltend zu solchen Ideen geäußert. Es bestand bislang immer die Befürchtung, dass das einwöchige Volksfest, das nur im Einvernehmen mit der Bevölkerung zu realisieren sei, gefährdet werden könne.

Noch keine Stellungnahmen von Politik und Verwaltung

Die Fraktionen im Paderborner Stadtrat haben sich zu dem Antrag noch nicht beraten. Die Fraktionssitzungen finden erst am kommenden Montag statt, wie CDU-Chef Markus Mertens gestern erklärte.

Hans-Otto Bröckling kennt die Vorbehalte der Paderborner Bevölkerung. Er macht aber gleichzeitig deutlich, dass es sich um einen sehr moderaten Antrag handelt. »Wir haben Verständnis für die Anlieger und die Bewohner der Innenstadt. Wir wollen ja auch nicht als Axt im Walde agieren. Es gibt aber im NRW-Erlass eine Sonderregelung, die uns die Möglichkeit gibt, die Zeiten auszuweiten«, sagt der 55-Jährige, der in seinem Antrag auch auf die Nachbarstadt Soest verweist. Die Allerheiligenkirmes, die jeweils vom Mittwoch nach Allerheiligen bis zum nächsten Sonntag dauert, habe jeweils bis 2 Uhr nachts geöffnet – inklusive Musik.

Die Schausteller hoffen nun, dass sie die nötige Unterstützung von Verwaltung und Politik bekommen. »Libori ist ein Stadtfest, das kleine Veränderungen braucht. Dazu gehören für mich auch die Zeiten.«

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