Betrieb beginnt auf Linie RE11 von Düsseldorf über Paderborn und Warburg nach Kassel
Die ersten RRX-Züge fahren

Paderborn/Warburg/Düsseldorf (dpa/WB). Bahnfahrer können an diesem Wochenende das erste Mal mit Zügen des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) fahren.

Sonntag, 09.12.2018, 13:43 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 15:20 Uhr
So sehen die Rhein-Ruhr­Express-Züge aus. Foto: dpa

Von Sonntag an rollen auf der Linie RE11 zwischen Düsseldorf über Hamm, Lippstadt, Paderborn, Warburg nach Kassel 15 neue Züge – der erste verlässt um 6.10 Uhr den Bahnhof Dortmund. Damit startet die Vorlaufphase eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte in NRW. Es folgen der RE5 von Wesel nach Koblenz (ab Juni 2019), der RE6 zwischen Köln/Bonn Flughafen und Minden (ab Dezember 2019), der RE1 von Aachen nach Hamm (ab Juni 2020) und der RE4 von Dortmund nach Aachen (ab Dezember 2020)

Letzte Arbeiten vorraussichtlich 2030

Betrieben wird die Linie in Zukunft nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern vom Verkehrsunternehmen Abellio. Außer Abellio beteiligt sich auch National Express ab Juni 2019 an dem Vorlaufbetrieb. Bis der RRX im 15-Minutentakt Köln und Dortmund miteinander verbindet, vergehen aber noch Jahre: Dazu muss zunächst die Strecke mit zusätzlichen Schienen und Weichen ausgebaut werden. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird nicht vor 2030 gerechnet.

Verbesserungen für die Fahrgäste versprechen Bahnbetreiber und Zughersteller schon jetzt: Die Züge sollen mehr Platz und Komfort bieten, die Klimaanlagen weniger störanfällig sein. Durch ein vorausschauendes Wartungssystem will Siemens zudem Zugausfälle vermeiden. Die Fahrgäste sollen in den Zügen un­ein­ge­schränkt im In­ter­net sur­fen und te­le­fo­nie­ren können. Die RRX-Züge wurden dafür mit ei­ner neu­en Hoch­fre­quenz-​Schei­ben­lö­sung von Sie­mens aus­ge­stat­tet, die laut Hersteller Funk­wel­len bis zu 500 Mal bes­ser durch­lässt als kon­ven­tio­nel­le Wär­me­schutz­ver­gla­sun­gen. Insgesamt wird Siemens 82 Züge liefern und dauerhaft für deren Wartung und Reparatur zuständig sein. Kosten für den Gesamtauftrag: 1,7 Milliarden Euro.

Mängel nicht »sicherheitsrelevant«

Streit gab es zuletzt wegen kleinerer Mängel an den Fahrzeugen. Es gehe um Kratzer, Dellen und Softwarefehler, sagte eine Sprecherin des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR), einem der Miteigentümer der Züge. Deshalb sei die finale Abnahme noch nicht erfolgt. Sicherheitsrelevant seien die Mängel, die nun während des laufenden Betriebs abgestellt werden sollen, aber nicht. Die Züge sind mittlerweile vom Eisenbahnbundesamt zugelassen worden.

Bis vor kurzem war noch unklar, ob die RRX-Züge zum geplanten Datum starten können.

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