Tiefgarage Königsplatz in Paderborn ist fast fertig – Einweihung Ende Oktober
Ein bisschen Londoner U-Bahn-Flair

Paderborn (WB). Nicht nur die Königsplätze sind nahezu fertiggestellt, auch die Tiefgarage in den Kellergeschossen präsentiert sich bereits in völlig neuem und vor allem farbigen Gewand. Eingeweiht wird beides am Wochenende 26./27. Oktober. Bis dahin sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Freitag, 14.09.2018, 06:38 Uhr aktualisiert: 14.09.2018, 06:50 Uhr
Auf dem Kinodeck waren am Mittwoch 28 Parkplätze frei – denn das war für die Besichtigung des zuständigen Ausschusses reserviert. Stellvertretender ASP-Leiter Dr. Dietmar Regener erläutert Ausschussvorsitzender Ulrike Heinemann das System. Foto: Besim Mazhiqi

So sieht’s jetzt in der Tiefgarage am Königsplatz in Paderborn aus

1/15
  • So sieht’s jetzt in der Tiefgarage am Königsplatz in Paderborn aus
Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi
  • Foto: Besim Mazhiqi

Was sich in den vergangenen vier Jahren im Untergrund alles getan hat, erfuhren die Mitglieder des zuständigen Betriebsausschusses am Mittwoch. Allerdings erläuterte ihnen der stellvertretende Leiter des ASP, Dr. Dietmar Regener, auch, dass die Sanierung der Bodenflächen erheblich aufwendiger gewesen sei als geplant, so dass weitere 500.000 Euro bereit gestellt werden müssten. Wenn der Rat dem einstimmigen Votum des Ausschusses folgt, kostet die Baumaßnahme damit 3,1 Millionen Euro.

Neues Brandschutzkonzept umgesetzt

Mit dem Geld ist die engste und dunkelste Parkgarage Paderborns, nicht nur heller und freundlicher geworden, sondern auch wieder auf dem Stand der Technik. »Insbesondere im Brandschutz haben wir ein ganz neues Konzept umgesetzt«, erläuterte Regener. Unter anderem würden die Parkflächen mit Wärmeleitkabeln überwacht, Rauchmelder seien erneuert worden, Brandschutztüren ausgetauscht und der Notstrom vom Allgemeinstrom getrennt worden.

Breitere Parkbuchten, bessere Markierung

Sichtbarste Neuerung für die Nutzer dürften aber die breiteren Parkbuchten sein, die zudem mit einer Parkflächenmarkierung anstelle der Begrenzungsstreifen, das Einparken erleichtern sollen. Alles, was sich die Planer, das Bremer Designbüro Böll Grabowski, gedacht haben, wird sich dem Laien vermutlich nicht erschließen. »Aber sich besser zurechtfinden und vor allem ihr Auto wiederfinden sollten die Nutzer jetzt«, sagte Alexander Böll. Dazu soll unter anderem das neue Farbkonzept beitragen, das bei den Fußwegen, an den Pfeilern und der Beschilderung der Ausgänge für jeden Abschnitt in je einer einheitlichen Farbe umgesetzt wurde. Für jede Etage gibt es vier Farben. Die im Parkhaus durchgängig verwendete Schriftart »Gill Sans« hat übrigens ein prominentes Vorbild: die Londoner U-Bahn.

LED-Beleuchtung macht Schluss mit dunklen Ecken

»Wem das visuelle Konzept nicht reicht, der findet natürlich auch eine Parkflächennummerierung an jedem Stellplatz«, betont Böll. Ein Service, der nach Beobachtungen der ASP-Mitarbeiter bereits rege genutzt werde, ergänzte Regener. »Viele notieren sich die Zahl auf dem Parkschein oder machen ein Handyfoto.« Außerdem ist es dank LED-Leuchten deutlich heller geworden.

Wassereinbruch sorgt für doppelte Arbeit

Als sehr aufwendig habe sich die eigentliche Sanierung des Bodens, der Stützen, die teilweise sechs Etagen tragen müssten, und der Sockel erwiesen. »Dort haben wir hohle Stellen unter Asphalt und Beton gefunden, und an vielen Stellen war die Korrosion des verarbeiteten Metalls deutlich weiter fortgeschritten als befürchtet«, berichtete Sebastian Zimmer vom zuständigen Ingenieurbüro. Ein Wassereinbruch auf einer bereits beschichteten Fläche habe für zusätzlichen Aufwand gesorgt.

Nächste Herausforderung wartet

Wassereinbrüche stünden noch so lange zu befürchten, wie die Oberfläche nicht verschlossen sei, wies Regener darauf hin, wie eng die Baumaßnahmen Königsplätze, in die die Stadt 13 Millionen Euro investiert, und Tiefgarage verzahnt sind. Unter anderem wird derzeit noch der Bereich zwischen Kaufhof und Klingenthal fertiggestellt. Und der nächste Bauabschnitt, zwischen Königsstraße und Westernmauer, soll der Bauausschuss am Mittwoch (18 Uhr, Technisches Rathaus) auf den Weg bringen. Über das Projekt Königsplätze II soll nicht nur der Bereich bis zum künftigen Zentralen Busbahnhof einladender gestaltet und aufgewertet werden. Dazu zählen auch eine neue Tiefgaragenzufahrt an der Marienstraße und die Entwicklung der bisherigen Zentralstation, die in der Sitzungsvorlage als bauliche Herausforderung dargestellt wird.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6047584?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
„Stand heute bin ich im Sommer vertragslos“
Noch weiß Fabian Klos nicht, in welche Richtung es gehen wird. Am 30. Juni endet sein Vertrag, seine Zukunft ist weiter ungewiss.
Nachrichten-Ticker