111 Grundstücke sind in Paderborn für private Häuslebauer vorgesehen
Springbachhöfe: Vergabe im Sommer

Paderborn (WB). 500 Wohneinheiten sollen im 21 Hektar großen Neubaugebiet Springbachhöfe zwischen Driburger Straße, Goldgrund und George-Marshall-Ring entstehen. Im Sommer will die Stadt mit der Vergabe der ersten Grundstücke beginnen. Eine entsprechende Vergabeordnung soll der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 5. Juni (17 Uhr, Rathaus), beschließen.

Dienstag, 29.05.2018, 13:34 Uhr aktualisiert: 29.05.2018, 13:36 Uhr
Im Bereich der Grünen Mitte der Springbachhöfe sollen Mehrfamilien- und Reihenhäuser entstehen.

Darin hat die Verwaltung acht Schwerpunkte innerhalb des neuen Quartiers festgelegt, die jeweils in eigenen Verfahren in diesem und im kommenden Jahr vermarktet werden sollen – abhängig vom Fortschritt der archäologischen Untersuchungen und der Erschließung des neuen Quartiers. Als Starttermin ist Sommer 2018 vorgesehen. Der Vergabeschwerpunkt »5. Wohnhöfe« beinhaltet die Bauplätze für 71 Einfamilienhäuser und 40 Doppelhäuser, die an private Bauherren verkauft werden sollen. Diese liegen im Nordosten des neuen Baugebiets, für das ein »Gestaltungshandbuch« erstellt worden ist.

Dieses soll eine Vielzahl von Dachformen ermöglichen, die jedoch aus Gestaltungsgründen bestimmten Wohnhöfen zugeordnet sind. Das heißt: Wer beispielsweise ein Pultdach möchte, kann dies bauen, aber eben nicht auf jedem Grundstück, sondern in dafür vorgesehenen Bereichen. Kostenpunkt für diese Grundstücke: 170 bis 235 Euro pro Quadratmeter.

Der geförderte Wohnungsbau soll durch Investoren und Bauträger gesichert werden. Aufgrund der gerade erst beschlossenen 30- Prozent-Quote für geförderten Wohnraum rechnet die Verwaltung mit 100 geförderten Wohneinheiten, die im Plangebiet geschaffen werden müssen, da 274 bis 334 der geplanten 500 Wohneinheiten in den Bereich dieser Quote fielen. Geschaffen werden sollen die Sozialwohnungen im Bereich für die Nahversorgung, als Kopfbauten der Wohnhöfe, in Reihenhausanlagen sowie im Bereich der so genannten Grünen Mitte, wo 16 Grundstücke für den Bau von bis zu dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern vorgesehen sind.

Weitere Vergabebereiche sind das Mehrgenerationen-Wohnen in einem dreigeschossigen Gebäude mit Staffelgeschoss, Wohnen und Arbeiten, wo bis zu viergeschossige Wohn- und Bürogebäude entstehen sollen, die viergruppige Kita, der Bereich für 16 zweigeschossige Gartenhofhäuser und ein bis zu viergeschossiges innovatives Energiehaus.

Schon im Vorfeld der Sitzung am Dienstag hat die LKR den Entwurf der Vergabeordnung kritisiert, weil die jeweiligen Auswahlgremien nur mit Vertretern der Stadtverwaltung und externen Sachverständigen besetzt werden sollen. Fraktionschef Johannes Knaup fordert einen besseren und transparenten Richtlinienkatalog, wer zu welchen Bedingungen ein Grundstück kaufen kann. »Jeder Bürger muss verstehen können, ob er eine Chance hat, ein Baugrundstück erwerben zu können.«

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