Erzbistum investiert 19 Millionen Euro in Bildungshaus-Umbau Liborianum schließt 18 Monate

Paderborn (WB). Mit einigen Monaten Verzögerung beginnen jetzt die Umbauarbeiten am Liborianum. Dafür wird das Bildungs- und Gästehaus des Erzbistums Paderborn 18 Monate lang geschlossen bleiben. Insgesamt investiert das Erzbistum 19 Millionen Euro.

Von Maike Stahl
Das Liborianum ist das Bildungs- und Gästehaus des Erzbistums, das in den Räumen eines ehemaligen Kapuzinerklosters untergebracht ist. Für 19 Millionen Euro wird es jetzt modernisiert und umgebaut. Unter anderem entsteht ein zweiter Speisesaal im rechten Innenhof.
Das Liborianum ist das Bildungs- und Gästehaus des Erzbistums, das in den Räumen eines ehemaligen Kapuzinerklosters untergebracht ist. Für 19 Millionen Euro wird es jetzt modernisiert und umgebaut. Unter anderem entsteht ein zweiter Speisesaal im rechten Innenhof.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits im Sommer vergangenen Jahres beginnen. Als Kosten waren 14 Millionen Euro veranschlagt worden. Gleich mehrere Gründe machte die Kommissarische Leiterin des Bauamtes, Carmen Matery-Meding gestern für die geänderten Pläne verantwortlich. »Unter anderem kam der Wunsch auf, im Zuge des Umbaus auch einen zweiten Speisesaal zu schaffen. Daraufhin mussten wir die Pläne noch einmal ändern«, berichtet sie. Das mache sich bei den Kosten ebenso bemerkbar, wie die generell enorm gestiegenen Baukosten und eine möglicherweise erforderliche Schadstoffsanierung.

Komplexe Baumaßnahme

»Das ist eine sehr komplexe Baumaßnahme. Deshalb haben wir vor Baubeginn noch einmal eingehende Voruntersuchungen durchgeführt«, erläutert Ulrich Brabetz, stellvertretender Leiter der Finanzabteilung im Erzbischöflichen Generalvikariat.

Ausgangspunkt für die umfangreichen Arbeiten ist eine dringend erforderliche Brandschutzsanierung. In diesem Zuge sollen auch die in die Jahre gekommenen Zimmer modernisiert und barrierefrei gestaltet werden. Auch die Tagungsräume werden technisch auf den neuesten Stand gebracht. »Es wird dann auch ein Zimmer speziell für Sehbehinderte geben, und die Tagungsräume werden mit Induktionsschleifen für Hörbehinderte ausgestattet«, erläutert Carmen Matery-Meding. Eine Herausforderung für die Umbaumaßnahmen sei der Denkmalschutz in dem Gebäude, dessen älteste Teile aus dem späten 17. Jahrhundert stammen. »Das ist aber auch ein spannendes Feld, zumal der Charakter des ehemaligen Kapuzinerklosters mit dem Kreuzgang erhalten bleiben soll«, sagt sie.

Schwer getan habe sich das Generalvikariat mit der Entscheidung, das Haus für die Bauzeit von voraussichtlich 18 Monaten komplett zu schließen, sagt der stellvertretende Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer. »Allerdings gibt es keine Alternative.« Die Schließung sei eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es müssten viele Gäste anderweitig untergebracht werden, und das Angebot an geeigneten Tagungsräumen sei ohnehin eng. Die Küche des Liborianums, die unter anderem auch die Michaelsschulen und die Mensa im Konrad-Martin-Haus versorge, werde für die Bauzeit in das neue Priesterseminar in der Leostraße verlegt.

Der Leiter des Liborianums, Stephan Winzek, freut sich, dass viele der ausrangierten Einrichtungsgegenstände bereits neue Besitzer gefunden hätten. »Da hat sich die kirchliche Internetbörse www.nochwertvoll.de bewährt. Dort werden kirchenintern Dinge angeboten, die andere Einrichtungen kostenlos abholen können.«

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