Ann-Britta Dohle und Manfred Schlaffer spielen in Paderborn Tschechow-Einakter Erstmals mit iranischem Regisseur

Paderborn (WB). Auf der Studiobühne der Universität Paderborn und im Amalthea-Theater sind im Mai zwei Einakter nach dem russischen Autor Anton Pawlowitsch Tschechow zusehen: »Schwanengesang« und »Tragödie wider Willen«. Die erste Aufführung ist am Donnerstag, 3. Mai, auf der Studiobühne.

Die beiden Paderborner Schauspieler Manfred Schlaffer und Ann-Britta Dohle, Regisseur Raman Aalipour und Regieassistentin Marjan Vafaei (von links) beleben zwei Einakter von Tschechow mit feinem Humor und Freude an der Groteske neu.
Die beiden Paderborner Schauspieler Manfred Schlaffer und Ann-Britta Dohle, Regisseur Raman Aalipour und Regieassistentin Marjan Vafaei (von links) beleben zwei Einakter von Tschechow mit feinem Humor und Freude an der Groteske neu.

Inszeniert hat die Einakter der iranische Regisseur Raman Aalipour. Es spielen die beiden Paderborner Schauspieler Ann-Britta Dohle und Manfred Schlaffer. Die beiden Paderborner haben erstmalig mit dem Regisseur zusammengearbeitet. Raman Aalipour stammt aus einer Theaterfamilie, ist in seinem Heimatland ein anerkannter Regisseur für Theater und Film gewesen, hat in der Türkei und in Russland inszeniert und lebt inzwischen in Deutschland. Mit den beiden unbekannteren Einaktern von Tschechow legt er dessen Bandbreite offen – zwischen Tragödie und Komödie, zwischen feinem Witz, Groteske und menschlichem »Desaster«.

Manfred Schlaffer ist dabei ein Garant für den berührend komischen Part, Ann-Britta Dohle ist in stetiger Gratwanderung zwischen »Himmelhochjauchzend« und »Zu-Tode-betrübt«.

»Schwanengesang« handelt von der alternden Schauspielerin Annemarie, die mitten in der Nacht in der Garderobe aufwacht. Sie hat sich nach einer Benefiz-Vorstellung betrunken und war eingeschlafen. Jetzt fühlt sie sich alleine, hat Angst und dennoch ist ihr, als nähme sie in dieser Nacht das Theater zum ersten Mal bewusst wahr. Nur mit einem hat sie nicht gerechnet: mit dem Souffleur Luther, der ebenfalls im Theater übernachtet. Und plötzlich sind die beiden Alten mitten in einem »Spiel« zwischen Sein und Schein.

In »Tragödie wider Willen« geht es rasant zu. Denn Iwan Iwanowitsch braucht einen Revolver – und zwar sofort. Denn nur allzu Unmenschliches verlangen seine Mitmenschen von ihm. Dabei wollte er sich – wie jeden Sommer – doch nur zur Sommerfrische in sein Landhaus zurückziehen. Voller Verzweiflung wendet er sich an eine alte Freundin. Wird sie ihm seine Bitte abschlagen?

Weitere Aufführungstermine in der Studiobühne an der Universität Paderborn: am Freitag, 4. Mai, um 19.30 Uhr; im Amalthea-Theater am Samstag, 12. Mai, um 20 Uhr und Sonntag, 13. Mai, um 17 Uhr. Karten gibt es im Paderticket-Center am Marienplatz, Telefon 05251/299750, und über das Kartentelefon des Amalthea-Theaters unter 05251/22424.

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