Spatenstich für Ausbau des Entsorgungszentrums »Schanze« wird erweitert

Paderborn (WB). Der Abfallverwertungs- und Entsorgungsbetrieb Kreis Paderborn baut das Entsorgungszentrum »Alte Schanze« aus. Jetzt gab es den ersten Spatenstich.

Beim ersten Spatenstich auf der Alten Schanze: (von links) Martin Hübner (AVE-Betriebsleiter), Wolfgang Scholle (AVE-Betriebsausschussvorsitzender), Karl-Heinz Leipold (Hermanns HTI-Bau), Jörg Sieckmann und Dr. Ernst Reuter (Planungsbüro IWA), Christoph Rummel (AVE), Landrat Manfred Müller, Thomas Kaba (Ingenum) und Markus Kotzur (Hermanns HTI-Bau).
Beim ersten Spatenstich auf der Alten Schanze: (von links) Martin Hübner (AVE-Betriebsleiter), Wolfgang Scholle (AVE-Betriebsausschussvorsitzender), Karl-Heinz Leipold (Hermanns HTI-Bau), Jörg Sieckmann und Dr. Ernst Reuter (Planungsbüro IWA), Christoph Rummel (AVE), Landrat Manfred Müller, Thomas Kaba (Ingenum) und Markus Kotzur (Hermanns HTI-Bau).

Im Vorjahr hatte der AVE-Betriebsausschuss entschieden, die Erweiterung der so genannten »DK 0-Inertstoffdeponie« für nicht verwertbaren und mineralischen Bodenaushub und Bauschutt um 6,5 Hektar (1,5 Millionen Kubikmeter Deponievolumen) vorzuziehen. Nach Angaben von AVE-Betriebsleiter Martin Hübner sollte die Erweiterung erst 2019 erfolgen, doch hätten die enormen Anlieferungsmengen an Boden und Bauschutt durch die anhaltend starke Baukonjunktur zu dieser vorzeitigen Erweiterung verpflichtet. Die nicht verwertbaren Bodenaushub- und Bauschuttmengen sind auf der im Frühjahr 2015 in Betrieb genommenen Deponie erneut und kräftig auf etwa 338.000 Tonnen 2017 gestiegen.

Neben der sehr robusten Baukonjunktur nennt Hübner die äußerst niedrigen Bauzinsen sowie die ganzjährig überwiegend trockenen Witterungs- und somit guten Baubedingungen als Gründe für diese Menge angelieferten Mülls. Auch für dieses Jahr zeichne sich keine Entspannung ab.

Die im ersten Bauabschnitt vorgesehenen Ablagerungskapazitäten von zirka 500.000 Kubikmeter (Teilverfüllung) werden nach AVE-Berechnungen zum Jahresende früher als gedacht aufgebraucht sein. Landrat Müller sagte: »Hier mussten wir sofort alle Planungen in den erweiterten Deponieausbau legen. Eine Nichterweiterung würde in diesem Bereich die Entsorgungssicherheit gefährden, die wir rechtlich verpflichtend als Kreis Paderborn gewährleisten müssen.«

Für den Ausbau der Deponie ist nach öffentlicher Ausschreibung die Hermanns HTI-Bau GmbH (Kassel) beauftragt worden. Die Ausbaukosten betragen laut AVE-Angaben etwa drei Millionen Euro netto. Der Ausbau soll bis Jahresende fertig sein.

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