2019 neue Regelung an Stolbergallee und Dr.-Auffenberg-Weg Vorfahrt für Radler

Paderborn (WB). Wenn die Bewerbung als fahrradfreundliche Stadt Erfolg haben soll, muss Paderborn etwas tun. Deshalb kam der Verwaltung der SPD-Antrag, Radfahrern auf Stolbergallee und Dr.-Auffenberg-Weg Vorfahrt zu gewähren, wohl gerade recht.

Von Maike Stahl
Radfahrer auf der Stolbergallee sollen im kommenden Jahr an dieser Kreuzung Vorfahrt erhalten.
Radfahrer auf der Stolbergallee sollen im kommenden Jahr an dieser Kreuzung Vorfahrt erhalten. Foto: Jörn Hannemann

»Wir müssen für eine erfolgreiche Bewerbung entsprechende fahrradfreundliche Maßnahmen befördern. Hier ist das sinnvoll«, warb die Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes Margit Hoischen im Bauausschuss nicht nur für den Vorschlag, sie legte auch eine Idee zur Umsetzung vor. Eine Verkehrszählung der Stadt vom 12. April habe gezeigt, dass sehr viele Radfahrer und Fußgänger, aber vergleichsweise wenige Autofahrer in diesem Bereich zwischen Schützenplatz, Paderwiesen, Rolandsbad und Maspernplatz unterwegs seien.

Anrampungen schützen Radfahrer und Fußgänger

Hoischen schlug vor, an den Kreuzungen der Stolbergallee und des Dr.-Auffenberg-Wegs mit dem Greiteler Weg so genannte Anrampungen zu bauen, damit die dann vorfahrtberechtigten Radfahrer und Fußgänger auch geschützt unterwegs seien. »Damit wird Autofahrern die Situation, dass sie halten und Vorfahrt gewähren müssen, direkt deutlich«, sagte Hoischen. Für diese Baumaßnahme rechnet sie mit Kosten von etwa 102.000 Euro. Allerdings gebe es Fördermöglichkeiten für 70 Prozent dieser Summe. Ein entsprechender Antrag soll 2019 gestellt und eigene Mittel für die restlichen 30 Prozent im Haushalt bereit gestellt werden. Bei dem Förderantrag soll darauf hingewirkt werden, dass mit dem Bau bereits vor einer Entscheidung begonnen werden darf.

»Damit wäre das gesamte Gebiet dann fahrradfreundlich erschlossen«, sagte Hoischen. Schließlich sei auch der Tegelweg bereits als Fahrradstraße ausgewiesen. Die noch vorhandene Ampel soll dann abgebaut werden, weil diese in einer Tempo 30-Zone ohnehin nicht gewünscht sei.

Der SPD-Antrag und die Ausführungen der Amtsleiterin stießen schließlich auf einhellige Unterstützung der Ausschussmitglieder, die den Antrag einstimmig befürworteten.

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