Projekt Umflut voraussichtlich 1,4 Millionen Euro teurer Pader wird schön gemacht

Paderborn (WB). Kaum ist der Haushalt 2018 der Stadt Paderborn durch den Kreis genehmigt worden, rollt die erste überplanmäßige Ausgabe auf die Verwaltung zu. Der Bau der Paderseeumgehung wird insgesamt 1,4 Millionen Euro teurer.

Mit viel Rücksicht und im Sinne der Natur wird am Padersee die Umflut gebaut. In den nächsten Tagen beginnen hier die Arbeiten für den dritten und letzten Bauabschnitt. Die gesamte Maßnahme soll im Frühjahr 2019 fertig sein.
Mit viel Rücksicht und im Sinne der Natur wird am Padersee die Umflut gebaut. In den nächsten Tagen beginnen hier die Arbeiten für den dritten und letzten Bauabschnitt. Die gesamte Maßnahme soll im Frühjahr 2019 fertig sein. Foto: Jörn Hannemann

Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung die Mehrausgabe bewilligt. Die Verwaltung musste dabei allerdings zugeben, dass es vor der Aufstellung des aktuellen Etats »versehentlich unterblieben« sei, die bislang kalkulierten Herstellungskosten noch einmal zu überprüfen. Immerhin beteiligt sich das Land zu 80 Prozent an den Kosten. Die Gesamtmaßnahme Paderumflut, die 5,5 Millionen Euro kosten und im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein soll, wird folglich mit 4,4 Millionen Euro vom Land gefördert.

Anfang Mai ist der Baubeginn des dritten und letzten Bauabschnitts. Ziel ist es, die neu gestalteten Paderabschnitte miteinander und mit der Pader zu verbinden. Errichtet werden zudem zwei Brücken über die »neue Pader«, die es auch in Zukunft ermöglichen sollen, dass Spaziergänger den Rundwanderweg um den See bequem nutzen können.

Paderseeumflut soll nächstes Jahr im Betrieb sein

Auch die Anlage, die bei Hochwasser gewisse Mengen in den Padersee leiten wird, soll in den kommenden Monaten entstehen. Neu gestaltet werden zudem die Fußwege im Bereich von Umflut und Nordufer. Nächstes Jahr um diese Zeit soll die Paderseeumflut im Betrieb sein.

Doch dieses Projekt ist nicht das einzige, das in diesem Jahr in Paderborn umgesetzt wird. So steht die Fertigstellung des mittleren Paderquellgebiets unmittelbar bevor. Auch an der Maspernpader sind die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen.

Im Zuge der Paderrenaturierung erfolgt auch die Neugestaltung der Busparkplätze vor der Paderhalle sowie Teile des Haxthausen-Hofs. Bis September/Oktober wird zudem die Dany-Villa abgerissen sein.

Im zweiten Bauabschnitt nimmt sich die Stadt den Inselspitzenweg mit seinem Eingang am Brauhaus vor. Anfang Mai erfolgt für diesen Bereich der Startschuss, teilte Bürgermeister Michael Dreier auf WV-Anfrage mit. Auch in diesem Bereich sollen die Arbeiten im Herbst beendet sein. Der dritte Abschnitt beginnt Ende Mai und soll im Juni abgeschlossen sein. Dabei wird dann auch die Promenade wieder schick gemacht.

Kommentar von Ingo Schmitz

Nichts ist ärgerlicher als eine Baustelle, die in der Hauptsaison den Blick auf das Wesentliche trübt. In Paderborn gibt es da zurzeit einige von. Man kann mit Verweis auf die Touristen, die mit den Sonnenstrahlen nun wieder in diese Stadt strömen, auch sagen: Es sind zu viele Baustellen. Aber: Wenn etwas Sinn macht, dann ist das die Neugestaltung und ökologische Aufwertung des mittleren Paderquellgebiets und der Umflut. Beide Maßnahmen sind nicht nur optisch eine Bereicherung, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt des für Paderborn identitätsstiftenden Gewässers. »Alles wird gut«, sagt man. Baustelle hin oder her.  

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