Fahrer Heinz-Georg Krause in den Ruhestand verabschiedet Der Chauffeur der Landräte

Paderborn (WB). Mehr als eine Million gefahrene Kilometer, 49 Berufsjahre, davon 40 beim Kreis Paderborn: Mit dieser Bilanz hat Landrat Manfred Müller seinen Fahrer Heinz-Georg Krause in den Ruhestand verabschiedet.

Landrat Manfred Müller (rechts) hat seinen langjährigen Fahrer Heinz-Georg Krause in den Ruhestand verabschiedet.
Landrat Manfred Müller (rechts) hat seinen langjährigen Fahrer Heinz-Georg Krause in den Ruhestand verabschiedet.

»Wir waren ein eingespieltes Team und kannten uns in- und auswendig«, sagte der Landrat bei der Verabschiedung Krauses im Kreishaus. Nach einer Lehre als Kfz-Mechaniker, sechs Jahren Arbeit in diesem Beruf und dem Grundwehrdienst kam Krause 1979 zur Kreisverwaltung Paderborn. Zunächst arbeitete er in der Poststelle, der hauseigenen Druckerei, der Telefonzentrale und der Hausmeisterei. Nebenbei kümmerte er sich um die kreiseigenen Fahrzeuge. Den Fahrdienst hat er zunächst als Urlaubs- und Krankheitsvertretung übernommen. »Es gefiel mir, unterwegs zu sein – und als dann ein Fahrer in den Ruhestand ging, habe ich mich beworben«, erinnert sich Krause zurück.

Zu Terminen fuhr Krause Oberkreisdirektor Werner Henke, den ehemaligen Oberverwaltungsdirektor Dr. Heribert Wesche, die ehemaligen Landräte Joseph Köhler, Reinold Stücke und Dr. Rudolf Wansleben und in den vergangenen 13 Jahren Manfred Müller.

Dabei sei er stets ruhig und ausgeglichen gewesen. »Ich hatte in all den Jahren keinen Verkehrsunfall«, sagt Krause stolz.

Zu den Erlebnissen gehören für Krause nach eigenen Angaben der Besuch des ehemaligen sowjetischen Staatspräsidenten Michael Gorbatschow im März 1992 in Paderborn und der Besuch des verstorbenen Papstes Johannes Paul II im Juni 1996 in Paderborn. »Ich weiß noch, wie ich hinter dem schwarzen Auto von Gorbatschow hergefahren bin. Alles war abgesichert und besonders geschützt«, sagt Krause.

Seine Fahrdienste führten Krause durch ganz Deutschland – zum Sitz des Bundestages nach Berlin, zum ehemaligen Regierungssitz nach Bonn oder zum Landtag nach Düsseldorf. Sogar bis nach Polen und Brüssel ist er gefahren. Besonders häufig war er im Kreis Paderborn unterwegs. Als gebürtiger Elsener kannte er sich auf den heimischen Straße gut aus.

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