Stadt investiert 400.000 Euro in Renovierung des Schützenhofs Neuer Glanz für Festsäle

Paderborn (WB). Wo sich sonst Paare im Dreivierteltakt wiegen, werden in diesen Wochen Farbpinsel geschwungen, statt Walzerklängen dröhnen Bohrmaschinen und Stichsägen durch den Schützenhof. Dort investiert die Stadt etwa 400.000 Euro in die Renovierung der Ballsäle.

Von Maike Stahl

»Die Summe ist deshalb so hoch, weil wir gleichzeitig eine technische Modernisierung vornehmen«, erläutert Geschäftsführerin Dr. Maria Rodehuth. Im Zentrum der Arbeiten stehen der Ferrarisaal und der Fahnensaal. Bereits in der Woche vor Weihnachten haben die Handwerker dort begonnen, die Wände aufzustemmen, in denen Kabel für eine ganz neue technische Infrastruktur verlegt werden sollen, damit in den Sälen künftig unter anderem fest installierte Beamer und Leinwände genutzt werden können.

Hochzeitspaare können sich auf einen moderneren Ferrarisaal freuen

Augenfällig für die Besucher werden allerdings die Renovierungsarbeiten vor allem im Ferrarisaal werden, dem mit helleren Tönen und moderner Beleuchtung ein neues Erscheinungsbild verpasst werden soll. »Das wird vor allem unsere Hochzeitspaare freuen, die diesen Saal sehr gerne nutzen«, ist Maria Rodehuth überzeugt. Im Hochzeitssaal werden die Brüstungselemente, die bisher aus dunklem Holz gearbeitet waren, durch helles Holz ersetzt. Auch die Farbgestaltung der Wände setzt auf helle Töne. Ins Auge fallen sollen die neuen großformatigen, ringförmigen Beleuchtungselemente, die an der Decke installiert werden. »Insgesamt stellen wir im Zuge der Modernisierung auf LED-Beleuchtung um«, erläutert Bauleiter Rüdiger Pflug vom Büro Matern Architekten. Die Lichtbänder am Rande des Saals werden in verschiedenen Farben nutzbar sein.

Der Fahnensaal wird technisch auf den neusten Stand gebracht

Der Fahnensaal hingegen soll traditionell bleiben, wird allerdings nach 20 Jahren ebenfalls gründlich durchrenoviert und technisch auf den neusten Stand gebracht. »Die Beleuchtung bleibt aber ebenso erhalten, wie die Brüstungen aus dunklem Holz«, berichtet Rodehuth.

Insgesamt liegen die Arbeiten gut im straffen Zeitplan. »Der war die größte Herausforderung«, sagt die Geschäftsführerin. »Von vornherein war klar, dass die Arbeiten nur im Winter stattfinden können, weil wir dann nicht so viele Hochzeiten und Traditionsveranstaltungen hier haben.« Bereits vor anderthalb Jahren seien deshalb keine Buchungen für die beiden Säle in diesem Zeitraum mehr angenommen worden. »Das war gewagt, weil erst im Herbst klar war, ob die verschiedenen Gewerke, die hier eingebunden sind, auch entsprechend verfügbar sein würden. Aber wir sind belohnt worden«, freut sie sich.

Auch zwischen den Jahren wurde gearbeitet

Die Aufträge hätten sämtlich an heimische Betriebe vergeben werden können, ergänzt Rüdiger Pflug. »Dass diese nach dem auftragsstarken Jahr 2017 bereit waren, auch zwischen den Jahren hier voll durchzuziehen, hilft uns enorm. Sonst hätten wir es nicht rechtzeitig geschafft«, sagt er. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten weitgehend bis zur Paderbau, die vom 23. bis 25. Februar im Schützenhof stattfindet.

Dann wird auch die Küche sich wieder vor Ort eingerichtet haben, wo derzeit der Boden saniert wird. »Unser Küchenteam kann glücklicherweise während der Arbeiten die ehemalige Küche im technischen Rathaus nutzen«, berichtet Maria Rodehuth. Denn der Schützenhof liefert auch während der Umbauarbeiten Catering – unter anderem für die jetzt anstehenden Bälle in der Paderhalle.

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