Bürgermeister-Empfang: Michael Dreier blickt auf das Jahr 2018 »Der Motor läuft rund in Paderborn«

Paderborn (WB/itz). Zum Neujahrsempfang von Bürgermeister Michael Dreier sind am Abend 250 Ehrengäste ins Historische Rathaus gekommen. In seiner Rede zog Dreier nicht nur eine erfolgreiche Bilanz für das vergangene Jahr, sondern legte zahlreiche Schlaglichter auf die großen Herausforderungen der kommenden Monate.

Michael Dreier mit seiner Ehefrau Beate begrüßt Festredner Prof. Dr. Matthias Wemhoff beim Neujahrsempfang.
Michael Dreier mit seiner Ehefrau Beate begrüßt Festredner Prof. Dr. Matthias Wemhoff beim Neujahrsempfang. Foto: Jörn Hannemann

»Es hängt von Dir selbst ab, ob Du das neue Jahr als Motor oder als Bremse benutzt«, zitierte der Bürgermeister den US-Autobau-Pionier Henry Ford. In allen Bereichen – egal ob Verwaltung und Stadtentwicklung, Wirtschaft und Kultur sowie Sport – sei Paderborn in 2017 dynamisch vorangekommen. »Es ist unser gemeinsames Ziel, das auch im Jahr 2018 zu tun und nicht auf die Bremse zu treten. Der Motor in unserer Stadt läuft rund!«, betonte Dreier. Einen wesentlichen Schwerpunkt legte er auf die geplanten Projekte und Investitionen: »Die finanziellen Rahmenbedingungen ermöglichen es, in unserer Stadt zu gestalten. Das ist eine ganz wichtige Botschaft!« Allein die in Paderborn für den Schulbau zur Verfügung gestellten Mittel lägen bei 29,7 Millionen Euro bis 2020. Rund 18,5 Millionen Euro flossen und fließen in die Umgestaltung des Dom- und Marktplatzes sowie des Königsplatzes, der im Mai/Juni eingeweiht werden soll.

600 Ehrenamtliche engagieren sich in der Flüchtlingshilfe

Auch auf das Thema Flüchtlinge ging Dreier ein. »Derzeit befinden sich 924 Flüchtlinge in 80 städtischen Unterkünften. Der Fokus der Hilfe hat sich von einer ersten menschenwürdigen Aufnahme hin zu einer intensiven Hilfe zur Integration verschoben.« Sein Dank galt den 600 Ehrenamtlichen, die sich in diesem Bereich engagierten. Beim Thema Kultur verwies er auf die Ausstellung »M 17 – Jugend in Paderborn«. Dabei gehe es darum, mit den Jugendlichen Orte in der Stadt aufzuspüren, die für sie relevant sind und für die Veränderungsprozesse angeregt werden.

Und auch sportlich habe 2018 einiges zu bieten: Der Paderborner Squashclub sei ein Aushängeschild für die Stadt, ebenso wie die Dolphins oder auch Tatjana Pinto, die in 2017 an der Staffel-Weltmeisterschaft auf den Bahamas teilgenommen hat. Gespannt verfolge er die Erfolge des SC Paderborn. Dreier: »Die Mannschaft spielt mit Leidenschaft, mit Teamgeist und dem unbändigen Willen, zu gewinnen. Wir wünschen unserem SCP, dass sich der Erfolg der Hinserie in der Rückserie fortsetzt. Wir drücken alle fest die Daumen!«

Großes Thema bleibt die Umnutzung der britischen Kasernen

Auch wirtschaftlich befände sich der Standort Paderborn im Aufwind: Das Gewerbegebiet Barkhauser Straße (71 Hektar) werde kurzfristig entwickelt. Die Erschließung werde bis Ende 2018 voraussichtlich abgeschlossen sein, kündigte der Bürgermeister an. Stolz sei er auch auf die Uni, die nicht nur auf stabile Einschreibezahlen mit 20.000 Studierenden verweisen könne, sondern auch beim Einwerben von Forschungsmitteln erfolgreich sei. Der Ausbau der Infrastruktur mache die Uni zukunftsfähig – ebenso wie die enge Kooperation von Industrie und Wissenschaft.

Ein großes Thema bleibe in 2018 die Umnutzung der britischen Kasernen. »Dazu müssen wir eine gemeinsame Vision entwickeln«, betonte Dreier mit Blick auf die Barker Baracks. Positiv verliefen die Gespräche mit der Deutschen Bahn und dem Paderborner Investor zur Neugestaltung des Hauptbahnhofes. »Ich bin guter Dinge, dass wir hier zu einer attraktiven Lösung kommen werden.«

Dreiers Fazit: »Die positive Entwicklung unserer Stadt war und ist nur möglich durch alle engagierten Beteiligten aus der Stadtgesellschaft.« Danach übergab der Bürgermeister das Wort an Festredner Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte und Landesarchäologie. Er referierte zum Thema »Das Europäische Kulturerbejahr 2018«.

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