Größter Chor Paderborns läutet die Weihnachtszeit ein – mit Video Singen stärkt Gemeinschaft

Paderborn (WB). Etwas zaghaft ist in diesem Jahr der größte Chor der Stadt beim Weihnachtssingen auf dem Paderborner Marktplatz gestartet. Doch spätestens beim »Tochter Zion« waren am Freitagabend die mehreren tausend Stimmen auf dem Weihnachtsmarkt mehr als deutlich zu hören. 

Von Ingo Schmitz
Mehrere tausend Menschen haben am Freitag am Massensingen auf dem Paderborner Weihnachtsmarkt teilgenommen.
Mehrere tausend Menschen haben am Freitag am Massensingen auf dem Paderborner Weihnachtsmarkt teilgenommen. Foto: Jörn Hannemann

Etwas ungewohnt für die Besucher war diesmal der Standort der Bläser, die sonst in luftiger Höhe vom Domturm aus ihre Instrumente erklingen lassen. Auf dieses erhebende Gefühl mussten die sieben Musiker verzichten: Aufgrund der Bauarbeiten am und im Turm zogen sie auf die gegenüberliegende Seite in die Büros der Rechtsanwaltskanzlei Schäfers im Obergeschoss um.

»Das hat auch Vorteile«, meinte das Septett, diesmal bestehend aus Christopher Sperling, Stefan Nickisch, Markus Amedick, Dietmar Pannenberg, Stefan Buschemeier, Hubert Hinrichs und Dirk Menke. »Wir müssen nicht so viele Treppen steigen und es zieht auch nicht so«, meinte Dietmar Pannenberg augenzwinkernd.

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Anspruchsvoll blieb der Auftritt für die Bläser dennoch: Eine Dreiviertelstunde lang mussten sie nonstop alles geben, um den Chor mit dem nötigen Klangteppich zu versorgen. Und das gelang im Verlauf des Weihnachtssingens immer besser. Alle Generationen – Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern – sangen kräftig mit und verbreiteten damit feierliche Weihnachtsstimmung.

Mitorganisator Ferdi Hillebrand sowie Michael Kramps vom Seniorenbüro zeigten sich begeistert von der sechsten Auflage dieser Veranstaltung: »Sie ist Ausdruck für das liebevolle Miteinander der Menschen in dieser Stadt und zeigt, welch positiven Effekte ehrenamtliches Engagement und Selbstorganisation für die Gemeinschaft haben. Das Weihnachtssingen braucht keinen Profichor, sondern Menschen, die ein Gespür für das Miteinander haben.«

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