14 Mitarbeiter des Faethe-Labors in Paderborn sind seit sechs Wochen im Streik Hunger nach Gerechtigkeit nicht gestillt

Paderborn (WB/mai). Auch nach sechs Wochen Streik warten die Mitarbeiter des Faethe-Labors in Paderborn noch vergeblich auf Resonanz seitens der Geschäftsführung. Solidarität erfahren sie unterdessen von verschiedenen Seiten.

Die Mitarbeiter des Faethe-Labors streiken inzwischen seit sechs Wochen.
Die Mitarbeiter des Faethe-Labors streiken inzwischen seit sechs Wochen. Foto: Jörn Hannemann

NGG-Gewerkschaftssekretär Armin Wiese und der KAB-Vorsitzende Konrad Nagel-Strotmann haben am Freitag vor dem Dom 1250 Euro an den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Cornelius Renk überreicht, der den Protest seit dem 1. Advent mit einem Hungerstreik begleitet, um seinem Hunger nach Gerechtigkeit Ausdruck zu verleihen. »Ich kann einfach nicht verstehen, dass man nicht mit uns redet. Keine Lohnerhöhung in 15 Jahren bedeutet einen Lohnverlust von 25 Prozent«, sagt der Laborant, der seinen Hungerstreik an den Feiertagen beendet hat.

Das Geld – allein Armin Wiese hat pro Hungerstreik-Tag 50 Euro gespendet – will Cornelius Renk weitergeben an Adveniat und die Hungerhilfe Jemen. Für sich selbst und ihre Kollegen wünschen die 14 streikenden Mitarbeiter mehr Lohn und einen Tarifvertrag. Falls sich in dieser Hinsicht weiterhin nichts bewegt, wollen sie den Streik nach den Feiertagen fortsetzen und würden sich freuen, wenn ihre Kollegen sich ihnen anschließen. »Wir waren mal als 56 Mitarbeiter, sind jetzt nur noch 22. Viele sind gegangen. Aber wenn man einfach geht, ändert sich nichts, und diese Möglichkeit haben nicht alle«, sagt Betriebsratsvorsitzender Kornelius Klassen. Und außerdem mag er, wie auch seine streikenden Kollegen, seine Arbeit.

Das Faethe-Labor ist nahezu ausschließlich für das Unternehmen Stute im Bereich Lebensmittelsicherheit tätig.

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