39.000 neue Verträge ab Januar: Für die Kunden ändert sich wenig Stadtwerke Paderborn liefern auch Wasser

Paderborn (mai/WB). Die 39.000 Wasserkunden in Paderborn, Bad Lippspringe und Borchen erhalten in den kommenden Tagen Post. Denn ihr Vertragspartner hat sich geändert. Die Stadtwerke Paderborn übernehmen am 1. Januar 2018 den Vertrieb von der Westfalen-Weser Netz GmbH.

Bernhard Hartmann (Wasserwerke Paderborn), Christian Müller (Stadtwerke Paderborn) und Dieter Kaiser (WWN, von links) sind zufrieden mit der Neuorganisation der Wasserversorgung für Paderborn, Borchen und Bad Lippspringe.
Bernhard Hartmann (Wasserwerke Paderborn), Christian Müller (Stadtwerke Paderborn) und Dieter Kaiser (WWN, von links) sind zufrieden mit der Neuorganisation der Wasserversorgung für Paderborn, Borchen und Bad Lippspringe. Foto: Maike Stahl

»Das ist für die Kunden insofern ärgerlich, als sie uns aus formellen Gründen ein neues Sepa-Lastschriftmandat für den monatlichen Lastschrifteinzug erteilen beziehungsweise ihren Dauerauftrag ändern müssen, ansonsten ändert sich für sie aber nichts«, verspricht Stadtkämmerer Bernhard Hartmann in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Wasserwerke Paderborn GmbH. Insbesondere werden die Wasserpreise und Grundgebühren stabil bleiben, betont Hartmann.

Veränderte Monatsraten im Jahr 2018

Eine Änderung gibt es im kommenden Jahr lediglich bezüglich der Monatsraten. »Da die Umstellung der Kundenkonten etwas Zeit in Anspruch nimmt, wird es 2018 ausnahmsweise nur acht statt der bisherigen elf Monatsraten geben«, erläutert der Geschäftsführer. Die seien dann bei gleicher Gesamtsumme natürlich entsprechend höher. Die erste Rate soll nicht im Februar, sondern erst im Mai abgebucht werden.

Seit 2002 hatte Westfalen Weser Netz (WWN) das Wassernetz von den Paderborner Wasserwerken gepachtet, unterhalten und Instand gesetzt. Daran wird sich auch mit dem neuen Wasservertrag nichts ändern. Anders verhält sich das mit der Belieferung der Kunden und deren Betreuung, für die WWN seit 2002 ebenfalls verantwortlich zeichnete. Diesen Bereich übertragen die drei Kommunen Paderborn, Borchen und Bad Lippspringe mit den neuen Konzessionen zum 1. Januar an die Wasserwerke Paderborn.

Stadtwerke werden zu direkten Ansprechpartnern

Die Stadtwerke treten dabei als Geschäftspartner für die Kunden auf. »Strom und Gas vertreiben die Stadtwerke Paderborn bereits heute erfolgreich, und werden somit auch für Wasser zum direkten Ansprechpartner und zur zentralen Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Wasser- und Energievertrieb«, begründet Hartmann die Neuregelung, die der Paderborner Stadtrat bereits beschlossen hat. In Borchen und Bad Lippspringe, die neben Hauptanteilseigner Paderborn (94,98 Prozent) und Hövelhof (0,03 Prozent) ebenfalls mit 1,69 und 3,3 Prozent an den Wasserwerken beteiligt sind, stehen die entsprechenden Ratsbeschlüsse noch aus. Ebenfalls zum 1. Januar endet die Beteiligung der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW), die ihre Anteile an die Stadt Paderborn veräußert hat.

Keine Frage war es für die Stadtwerke, dass WWN weiterhin für Unterhaltung und Instandsetzung des Wassernetzes verantwortlich sein soll. »Dort ist das technische Know How, und es ist sinnvoll, dass die Arbeiten am Versorgungsnetz in einer Hand liegen«, sagt Hartmann. Darauf hat sich WWN eingestellt und bildet seit 2002 Netzmonteure aus, die alle Netze bearbeiten dürfen.

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