Eindringliche Inszenierung der »Mutter Courage« am Theater Paderborn Der Krieg, der große Verderber

Paderborn (WB/pia). Es ist ein moderner Krieg, der da auf der Bühne tobt: Flugzeugmotoren dröhnen, Maschinengewehre rattern und mitten drin Mutter Courage mit ihren drei verwahrlosten Kindern in einem ramponierten Cadillac.

In der Paderborner Inszenierung sind Mutter Courage und ihre Kinder nicht mit einem Leiterwagen, sondern im ramponierten Cadillac unterwegs: Gesa Köhler, Ögün Derendeli, Tim Tölke und Eva Brunner (von links).
In der Paderborner Inszenierung sind Mutter Courage und ihre Kinder nicht mit einem Leiterwagen, sondern im ramponierten Cadillac unterwegs: Gesa Köhler, Ögün Derendeli, Tim Tölke und Eva Brunner (von links). Foto: Christoph Meinschäfer

Das Theater Paderborn zeigt eine zeitgemäße und in ihrer Intensität erschütternde Version des Dramas von Bertolt Brecht. Die Kriegschronik »Mutter Courage und ihre Kinder« ist Schullektüre, mancher erinnert sich an quälende Textanalysen im Deutschunterricht; ältere Theaterbesucher haben die Filmfassung von 1961 mit Helene Weigel an der Deichsel eines Leiterwagens vor Augen. Solche hartnäckig haftenden Gedächtnisbilder verschwinden, sobald sich der Vorhang hebt. Regisseur Malte Kreutzfeldt zeigt, dass der Krieg ein Thema von zeitloser Aktualität ist und alles zerstört – materielle und menschliche Werte. Folglich ist seine Produktion an keinen Ort und keine Epoche gebunden.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht am Montag, 27. November, im WESTFALEN-BLATT, Kreis Paderborn.

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